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  #1  
Alt 13.09.2016, 20:05
Kamilla Kamilla ist offline
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Registriert seit: 13.09.2016
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Unglücklich Pech auf allen Wegen

Ich und mein Partner sind verzweifel... im Grunde aber ich.

Wahrscheinlich muss ich meine Story einfach mal runterschreiben.

Ich bin dieses Jahr im Juli sofort nach dem ersten oder zwiten mal Sex schwanger geworden. Es war nicht geplant, aber auch nicht unerwünscht. Es war ein Versuch und dieser hatte sofort geklappt.

Nach dem Schwangerschaftstest zu Hause bin ich irgendwann zum Arzt. Meine Schwangerschaftswoche wurde mir nicht gesagt, aber es war die 7 oder 8 Woche. Man sah das Herz schlagen und ich war sofort verliebt und glücklich. Mein Partner ebenso.

Zwei Wochen später kam ich wieder zum Ultraschall. Ich hatte schon alle Dokumente ausgefüllt. Am Donnerstga hatte ich eine leichte Blutspur, aber ich habe mir keine großen Gedanken gemacht. Ich fühlte mich schwanger und glücklich. Und im Ultraschall dann das Ergebnis: Das Herz schlägt nicht, Missed Abort.

Am Samstag bekamt ich starke Unterleibsschmerzen und musste ins Krankenhaus. Dort wurde sofort eine Ausschabung vorgenommen mit dem Befund "alles okay". Ich habe alles mit einer gewissen Fassung getragen, habe aber trotzdem vorallem zum Ultraschall viel geweint. (rechnerisch ssw 11)

Nach der Ausschabung in der Samstag Nacht zu Sonntag, waren dann leichte Unterleibsschmerzen am Dienstagzu spüren. Ich dachte mi "stell dich nicht so an".
Am Mittwoch bin ich dann wieder ins Krankenhaus. Akute Entzündung. Antibiotikatherapie intrafenös und nach einer Woche dann raus, mit niedrigen Entzündungswerten Werten. Ansonsten alles okay.

Nächsten Tag Frauenarzt. Dort stellte sie ein Blase am Eileiter fest. Ich musste bis heute weiter Antibiotika nehmen (ca. eine Woche weiter). Die Blase scheint darauf hinauszulaufen, dass der linke Eileiter im Arsch ist. Am rechten konnte sie es nicht sagen. Im Krankenhaus hat es mir keiner gesagt oder erkannt. Ich bin fassungslos.

Ich habe immer noch rechts ein ziehen, was angeblich auf eine Verklebung an den Organen (oderso hinweist). Ich habe nun noch eine Krankschreibung bis Freitag bekommen. Mit der Ansage auf viel Ruhe, was ich auch brav tue. Dann sind 3 Wochen Ausschabung vorbei.

Sie meintaber auch, dass ich damit rechnen muss, dass beide Eileiter verklebt sind.
Am Freitag muss ich nochmal bzgl. meiner Entzündungswerte anrufen.
Wenn alles in Ordnung ist, dann muss ich in 2 Monaten in die Kinderwunschklinik zum Kontrasultraschall und evl. zur Bauchspiegelung (evtl.).

Sie meinte auch, dass mein Risiko für eine Eileiterschwangerschaft sehr hoch sein könnte, wenn einer der Eileiter noch durchgängig wäre.

Ich bin ehrlich gesagt fix und fertig. Ausschabung, Entzündung und dann diese Diagnose. Dabei habe ich NICHTS anbrennen lassen. Ich ernähre mich gesund, bin jung (28), habe top Gesundheitswerte. Puls, Blutdruch etc.

Und von einmal "schwanger" - in "nicht schwanger", in "auf natürlichen Weg kann ich nicht schwanger werden".

Ich solle mich mit dem Gedanken anfreunden, dass ich nur künstlich schwanger werden kann.

Ich verstehe es einfach nicht. Andere Mütter rauchen und haben ein gesundes Kind. Ich die NIE Drogen nimmt, selten Alkohol trinkt, der passiert DAS!

Ich bin fertig- mein Partner versucht mir so gut es geht zu helfen. Aber diese Schmach die ich empfinde ist grausam. Natürlich weiß ich, dass ich nichts dafür kann. Aber es fühlt sich an wie ein Schlag ins Gsicht.

Ich bin wütend, traurig und fühle mich leer. Leer, weil ich nicht so einfach schwanger werden kann.

Ich bin ein Mensch der alles plant, ich brauche einen Plan. Und ich brauche Hilfe.

Vorallem das Ziehen auf der rechten Seite, höhe Eileiter macht mcih verrückt. Ich dacht, dass ich irgendwann keine Schmerzen mehr habe. Mein Unterleib tut nicht weh, auch nicht beim Ultraschall. Aber beim Sitzen, tuts recht ziehen, auf Höhe meiner Blinddarmnarbe.

So, nun ist alles raus. Ich weiß, dass alles in der ICH-Form geschrieben ist und sich fruchtbar liest. Aber es geht um mich...

Könnt ihr mir Hilfe oder Unterstützung geben? Ich brauche etwas zum Festhalten
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  #2  
Alt 13.09.2016, 22:51
Julia86 Julia86 ist offline
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Liebe Kamilla,

das klingt wirklich schlimm und ich weiß gerade nicht wirklich wie ich dir etwas Tröstendes sagen kann. Trotzdem ist es mir wichtig, die meine Anteilnahme zu schreiben.

Uch hoffe einfach, dass du ein Umfeld hast, dass dich in dieser schwierigen Situation unterstützt. Nimm dir auf jeden Fall erstmal Zeit alles zu verarbeiten und einen Weg für dich zu finden.
Vielleicht gibt es ja homöopathische Mittel, die Fruchtbarkeitsmassage, eine Psychotherapie und/oder Entspanungstechniken oder ein gutes Hobby / Sport, die dir helfen damit umzugehen und gemeinsam einen guten Weg zu finden.

Und versuch bitte dich nicht fertig zu machen! Ich kenne das sehr gut, dieses Gefühl man selber wäre Schuld daran. Aber mit diesem Gefühl schadet man sich nur selber - also am Besten versuchen, es beiseite zu legen.

Ich denk an dich und möchte dir Mut und Zuversicht zu sprechen.

Liebe Grüße Julia
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  #3  
Alt 14.09.2016, 10:07
Kamilla Kamilla ist offline
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Hallo und danke schön!

Ja, mein Partner ist top. Aufmerksam, einfühlsam, tröstend aber auch hilflos. Ich denke, er fühlt sich jedenfalls hilflos, weil er mir nichts abnehmen kann. Aber er fragt und versucht zu trösten.

Gestern habe ich mir den Bauch massieren lassen und ich habe das Gefühl das es hilft. Bis jetzt habe ich keine Schmerzen, aber eine gewisse Angst davor.

Ich würde mich schon homöopathisch behandeln lassen, aber wer? Kann man es auch selbst? Ach mann
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  #4  
Alt 14.09.2016, 11:46
Mone9 Mone9 ist offline
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Liebe Kamilla!

Es ist total schwer, Dir etwas Tröstendes zu sagen, ohne dass es sich nach blödem Spruch wie "wird schon wieder" anhört. Ich schicke Dir jedenfalls in Gedanken ganz viel heilende und positive Energie und die Versicherung, dass Du nicht allein bist.

Ich hab keine ähnliche Erfahrung gemacht, kann Dir also diesbezüglich nicht viel raten. Aber ganz allgemein kann ich Dir sagen, dass Ärzte schon viel gemeint und gesagt haben, was dann gar nicht so war oder ganz anders. Dein junger, gesunder Körper schafft um einiges mehr, als Du oder die Ärzte ihm vielleicht gerade zutrauen. Gib ihm Zeit gesund zu werden. Mach mehr, wovon Du spürst, dass es Dir gut tut. Und erst wenn Du wieder fit bist, würde ich mir Gedanken machen wie es mit der Erfüllung des Kinderwunsches weitergehen kann. Einfach eins nach dem anderen.

Und wenn mich diese namenlose Angst überfällt, dann hilft es mir manchmal mich ganz direkt mit der schlimmsten Möglichkeit zu befassen. Ich gebe zu, das ist recht radikal und sicher nicht jederfraus Sache. Aber ich bin eine, die gern den Stier bei den Hörnern packt. Und wenn die schlimmste Möglichkeit die ist, dass ich nicht auf natürlichem Weg sondern nur "künstlich" schwanger werden kann, was dann? Dann ist der Weg vielleicht weiter und beschwerlicher, aber vielleicht ist man dann auch umso dankbarer und glücklicher, wenn man irgendwann sein Kind in den Armen hält?

Ich habe Mitte Oktober eine Bauchspiegelung. Wenn es Dir hilft, kann ich Dir im Anschluss daran gern berichten, wie das bei mir gelaufen ist.

Sei bitte nicht zu hart mit Dir selber!

Alles, alles Liebe!
Mone
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  #5  
Alt 15.09.2016, 11:20
Karin_E Karin_E ist offline
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Liebe Mone,

da ist wieder eine junge Frau, mitten im Leben und plant......
Und wieder macht ein Mensch die Erfahrung das man das Leben nicht planen kann.
So traurig sich deine Geschichte liest, so traurig ist auch die Erkenntnis, nicht nur für Dich sondern viele Menschen um Dich herum.... Schau die diese Menschen an und erfreue dich der Möglichkeit die dir die Medizin heute anbietet... du wirst so ein geplantes Kind bekommen.


Dazu wünsche ich dir, wenn du und dein Partner soweit sind alles Gute
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  #6  
Alt 15.09.2016, 12:09
Kamilla Kamilla ist offline
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Irgendwie ist dein Kommenta, Katrin E, nicht wirklich einer der feinfühlenden Sorte. Als tröstend empfinde ich ihn eher nicht. Ich gehöre nicht zur Sorte "Schicksalsergeben". Ich nehme mein Schicksal immer in die Hände, irgendwie.

Was das "planen" angeht, bezieht sich soetwas eher auf Hilfe und Unterstützung für mich und meinen Partner. Das die Welt nicht planbar ist, dass braucht mir keiner sagen, das habe ich schon seit frühster Jugend gelernt.Jedoch kann man Ungerechtigkeiten empfinden, wenn man wieder und wieder "gestraft" wird... so fühlt sich jedenfalls an. Vorallem in kürzester Zeit.

Was die Medizin anbetrifft, kann ich leider nicht mehr 100% gläubig sein. Bei mir wurde ein Befund übersehen und da fängt man an zu zweifeln.
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  #7  
Alt 15.09.2016, 12:42
Mone9 Mone9 ist offline
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Liebe Kamilla!

ich hab in den letzten Tagen oft an Dich gedacht. Wie geht`s Dir denn? Sind die Beschwerden besser geworden?

Alles Liebe
Mone
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  #8  
Alt 15.09.2016, 14:21
Kamilla Kamilla ist offline
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Hallo Mone,

danke der Nachfrage. Ich denke, dass es besser geworden ist. Ich kann jedenfalls wieder sitzen.
jedoch verkrampfe ich noch manchmal aus Angst, dass es wieder scherzt.
So ein Gefühl ist halt noch da. Da wird das Schmerzgedächtnis wohl noch etwas wirken.

Morgen ist nochmal ein Gesprächstermin mit meiner Frauenärztin angesagt. Mal sehen, was sie bzgl. der übersehenen Diagnose (verklebte Eileiter) sagen.

Mein erster Schritt für mich ist erstmals komplett gesund zu werden. Tschakka!
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  #9  
Alt 15.09.2016, 14:40
Mone9 Mone9 ist offline
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Liebe Kamilla,

schön, dass es Dir etwas besser geht! Vielleicht hilft Dir ja auch das Gespräch mit der Ärztin morgen.

Hast Du schon mal im Kinderwunscharchiv von Birgit gestöbert? http://www.kinderwunschhilfe.de/index.php?id=6 Mir helfen die Texte immer wieder und hab ich manche davon sicher schon 5x oder öfter gelesen.

Mein nächster Schritt geht in Richtung Homöopathie. Will aber nicht in Eigenregie herumexperimentieren. Deshalb hab ich mir eine Heilpraktikerin gesucht. Am Montag ist mein erster Termin dort. Bin ja schon sehr gespannt. Vielleicht wär das ja auch was für Dich?

Alles Liebe
Mone
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  #10  
Alt 15.09.2016, 14:41
Karin_E Karin_E ist offline
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Zitat:
Zitat von Kamilla Beitrag anzeigen
Irgendwie ist dein Kommenta, Katrin E, nicht wirklich einer der feinfühlenden Sorte. Als tröstend empfinde ich ihn eher nicht. Ich gehöre nicht zur Sorte "Schicksalsergeben". Ich nehme mein Schicksal immer in die Hände, irgendwie.

Was das "planen" angeht, bezieht sich soetwas eher auf Hilfe und Unterstützung für mich und meinen Partner. Das die Welt nicht planbar ist, dass braucht mir keiner sagen, das habe ich schon seit frühster Jugend gelernt.Jedoch kann man Ungerechtigkeiten empfinden, wenn man wieder und wieder "gestraft" wird... so fühlt sich jedenfalls an. Vorallem in kürzester Zeit.

Was die Medizin anbetrifft, kann ich leider nicht mehr 100% gläubig sein. Bei mir wurde ein Befund übersehen und da fängt man an zu zweifeln.
Liebe Kamilla,
es tut mir ganz ehrlich leid wenn meine Worte dich nicht so erreicht haben wie es gedacht war. Es sollte tröstlich klingen zu vermitteln das nicht alles im Leben planbar ist. Und es geht mir wirklich ans Herz das dadurch auch viel Leid entsteht. Ich selber stricke hier seit über zwei Jahren für all die kleinen Menschlein die das Leben nicht kennen lernen dürfen.
Selber Mutter von vier Kindern und Oma von acht Enkelkindern versuche immer mir vorzustellen was jede einzelne Sternenmutter durchmacht und machen muss. Eine Freundin von mir musste vor 30Jahren eine Erfahrung wie du machen und ich weiß das dieses Kind einen ein Leben lang begleitet. Der Schmerz lässt nach und die Erinnerung bleibt.

In diesem Sinne verzeih meine ungelenken Worte und nehme wenn du kannst meinen Trost an.

Liebe Grüße Karin
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Stichworte
ausschbaung, eileiter, gebärmutterentzündung, missed abort, verklebte

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