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  #1  
Alt 01.03.2017, 12:44
Rachelle Rachelle ist offline
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Standard Blasenmole - wie kann ich meinen Körper unterstützen?

Hallo zusammen,

ich würde gerne wissen, wie ich meinen Körper nach der Ausschabung einer Blasenmole unterstützen kann, damit das HCG schön sinkt und es nicht zu einer malignen Entartung kommt.

Zur Vorgeschichte:

Ich habe jetzt ein paar Wochen hier mitgelesen. Seitdem meine FA in der 7.Woche die Diagnose missed abortion stellte.
Ich habe dann zusammen mit meiner Hebamme auf einen natürlichen Abgang gewartet. Aufgrund steigender HCG-Werte bin ich nach 2 1/2 Wochen doch ins Krankenhaus. Aufgrund des Verdachts auf Blasenmole kam ein natürlicher Abgang nicht mehr in Frage. Ich bin in der 10. Woche ausgeschabt worden (Saugkürettage). Heute bekam ich den Anruf aus dem Krankenhaus, dass sich der Verdacht auf Blasenmole bestätigt hat. Leider hat sich der Arzt kaum Zeit genommen, sodass ich erst Mal nur weiß, dass es eine komplette Blasenmole ist und dass ich ab sofort wöchentlich den HCG-Wert kontrollieren lassen muss. Nach der OP ist der HCG von 120.000 auf knapp 40.000 runter gegangen. Ich hoffe, dass das weiter so geht. Meine FA ist gerade im Urlaub, sodass ich erst nächste Woche zu ihr kann und gerade niemanden hab, den ich fragen kann. Meine Hebamme hat versprochen sich zu erkundigen, hat aber auch keine Erfahrung zu diesem speziellen Thema.

Am meisten drängt mich gerade die Frage: Eher Ruhe oder eher Bewegung? Nach der OP war ich so platt, dass sich die Frage nicht stellte. Inzwischen hab ich wieder ein bisschen mehr Energie. Bin aber noch ne knappe Woche krank geschrieben, sodass ich gerade die Wahl habe. Ich merke, dass ich sobald ich mich bewege (und im Moment heißt bewegen nur sowas wie durchs Haus laufen oder 2km Mini-Spaziergang), stärker blute. Die Rest-Blutung nach der AS ist natürlich normal, aber ich weiß nicht, ob es besser ist mich so lange zu schonen bis die Blutung aufhört, oder ob es sinnvoller ist mich erst recht zu bewegen - im Sinne von was raus kommt ist raus. Wenn da jemand einen Tipp zu hätte wäre ich schon sehr froh.

Auch Hinweise zu Tees, Ölen, Homöopathie oder ähnlichem sind mir mehr als willkommen.

Ich hab verdammt Angst davor, was mir die nächsten Wochen bringen. Ich hoffe sehr, dass die HCG-Werte von alleine runter gehen und mir die Chemo erspart bleibt.
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  #2  
Alt 03.03.2017, 13:27
Bettin Bettin ist offline
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Beiträge: 24
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Liebe Rachelle,

es tut mir sehr leid, was dir passiert ist und ich wollte dir einfach ein paar tröstende Worte hier lassen, auch wenn ich dir leider auf deine Fragen keine Antwort geben kann.
Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass es mit deine Schwangerschaft so ein trauriges Ende genommen hat, bekommst du auch noch so eine Diagnose.

Kannst du den Arzt, der dir die Diagnose am Telefon mitgeteilt hat, nochmal errreichen? Vielleicht kann er dir ein paar Antworten geben?

Ansonsten vermute ich, dass die Diagnose Blasenmole sehr selten ist und du deshalb hier noch keine Antwort bekommen hast. Bei mir stand letztes Jahr der gleiche Verdacht im Raum und mir konnte hier leider auch keiner weiterhelfen.

Trotzdem wünsche ich dir einen guten Verlauf, ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass dein hcg kontinuierlich und schnell abfällt und du wenigstens um eine weitere Behandlung herumkommst.

Mir hat damals übrigens eine Hebamme geraten, mich nicht zu sehr zu sorgen. Die Chemo bei Blasenmole sei nicht so schrecklich wie es jetzt klingt und hat mit der bei Krebspatienten nicht viel gemeinsam. Hab keine Angst!

Aber natürlich wünsche ich dir von Herzen ein versönliches und gutes Ende für deine traurige Geschichte, was ja bei einer kompletten Blasenmole durchaus recht wahrscheinlich ist!
Viel Glück, Kraft und Vertrauen in deinen Körper wünscht dir
Bettin
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  #3  
Alt 05.03.2017, 16:17
Rachelle Rachelle ist offline
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Registriert seit: 01.03.2017
Beiträge: 2
Standard

Liebe Bettin,
vielen Dank für deine mutmachende Nachricht!
Ich habe mir schon gedacht, dass das einfach zu selten ist, als dass ich hier viele Antworten bekommen würde. Aber zumindest einen Versuch war es wert.

Die letzte hcg-Bestimmung hat knapp 9000 ergeben, d.h. im Moment sieht es so aus, als ob es gut laufen könnte und da hoffe ich sehr drauf. Dennoch fällt mir das positiv denken im Moment nicht so leicht. Morgen ist meine FA aus dem Urlaub wieder da, ich hoffe, dass sie dann mal ein bisschen mehr Zeit hat.

Meine Hebamme hat zu Bewegung geraten, soweit mir danach ist und inzwischen sind die Blutungen auch nur noch Schmierblutungen, sodass ich mir da jetzt schon mal keine Gedanken mehr mache. Ansonsten hat sie mir Hirtentäschel-Urtinktur empfohlen, was die Blutungen reguliert und den Kreislauf und auch auf die Psyche wirken soll, damit es einem gelingt seine Gefühle besser rauszulassen. Das nehme ich jetzt seit Donnerstag - schmeckt im Grunde wie der Tee. Seitdem werden die Blutungen kontinuierlich weniger und ich habe auch das Gefühl, dass es mich emotional dazu bringt eher bei meinen Gefühlen zu bleiben, anstatt darüber hinwegzugehen. Da es homöopatisch ist, kann es natürlich auch reine Einbildung sein, aber so lange ich das Gefühl habe, dass es mir hilft, soll mir auch das Recht sein
Ich massiere mir mehrfach am Tag den Bauch selbst mit wehenanregendem Öl. Das hilft vor allem auch gegen die Nachwirkungen der Narkose im Darm-Bereich....
Als weitere Möglichkeit wurde mir noch Mönchspfeffer genannt, was ja auch regulierend auf den Hormonhaushalt wirken soll. Da habe ich mich aber bisher nicht dran getraut, weil mein Gefühl mir sagte, ich lasse meinen Körper das mit den Hormonen gerade lieber mal alleine regeln.

So, jetzt steht hier zumindest alles drin, was ich bisher so heraus gefunden habe. Vielleicht hilft es ja irgendwann mal jemand anderem.

Auf jeden Fall war es für mich gut, dass ich nach der Diagnose noch zwei Wochen gewartet habe, bis ich zur AS ins Krankenhaus bin. So hatte ich Zeit um mein Sternenkind zu trauern, bis mir die Diagnose Blasenmole ja dann sagte: da war im Grunde nie ein Kind. Auch medizinisch gesehen hat der Arzt gesagt, war das Warten kein Problem, sondern eher gut. Denn sonst wäre die Diagnose Blasenmole möglicherweise nicht gestellt worden. Das war jedoch wichtig, da bei einer Blasenmole die Gebärmutter weicher und verletzlicher ist, als bei einer "normalen" Fehlgeburt.

Und meinen Sternenkind trage ich trotzdem im Herzen.
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  #4  
Alt 07.03.2017, 12:37
Bettin Bettin ist offline
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Registriert seit: 25.05.2016
Beiträge: 24
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Liebe Rachelle,
Ich freue mich sehr, dass der hcg so schön gesunken ist und drücke Dir weierhin ganz fest die Daumen , dass du es ohne weitere Komplikationen schaffst!
Toll, dass du eine Hebamme zur Unterstützung an deiner Seite hast.
Mir ist noch eingefallen, dass ich damals einen Nestreinigungstee getrunken habe um die Reinigung der Gebärmutter zu unterstützen. Aber ich kann mich leider an die Zusammensetzung nicht mehr erinnern.
Aber bei Interesse kann ich nochmal nachforschen.

Ich hatte außerdem noch Unterstützung von meiner Heilpraktikerin. Sie hat mir Pulsatilla verordnet, was allerdings sehr individuell ist und ich weiß nicht, ob es auch bei dir passen würde.
Aber ich denke, du bist ja im Moment ganz gut versorgt und auf einem guten Weg!

Ich wünsche dir alles Gute!
Liebe Grüße
Bettin
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Stichworte
ausschabung, blasenmole, hcg

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