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  #1  
Alt 09.01.2016, 14:18
Sternen-Lilly Sternen-Lilly ist offline
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Beiträge: 17
Standard Trisomie 18 - Elena will leben

Trisomie 18 - Nicht mit dem Leben vereinbar!?

Eine Krankheit, die das Leben sehr verkürzt. Oft sortiert die Natur aus und die Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt, oft werden bei einer normalen Voruntersuchung Hinweise auf Fehlbildungen gefunden oder es wird beim ETS eine hohe Wahrscheinlichkeit berechnet, so dass die Maschinerie der Pränataldiagnostik beginnt und Eltern regelmäßig die Empfehlung erhalten, die Schwangerschaft abzubrechen, da die Erkrankung nicht mit dem Leben vereinbar sei. Die Eltern stehen vor einer unglaublichen Entscheidung, die ihr Leben verändern wird.

Doch neben dem Abbruch gibt es auch einen anderen Weg. Die Schwangerschaft fortführen, Erinnerungen sammeln und die wenige Zeit, die einem mit einem Kind mit lebensverkürzender Diagnose bleibt, nutzen, zum Kennenlernen und Verabschieden. Der Schmerz, den die Eltern nach dem Abschied verspüren, kann so immer wieder gelindert werden, durch die vielen Erinnerungen, die man angesammelt hat und der Schmerz wird nicht verstärkt durch die Schuldgefühle, die sich unweigerlich einstellen, wenn man bewusst den vorzeitigen Tod des eigenen Kindes veranlasst hat.

Manchmal wird man dann auch durch ein Wunder beschenkt. Ein Wunder wie Elena es ist. Elena ist bereits 2,5 Jahre alt. Nach Willen der Ärzte sollte sie bereits vor ihrer Geburt sterben, spätestens direkt danach. Aber Elena lebt, bereichert das Leben ihrer Eltern und überrascht immer wieder Ärzte, die schon lange mit ihrem Tod gerechnet haben.

Ein sehenswerter Film über die Kämpferin Elena und ihre Eltern.

hessenreporter: Elena will leben | Fernsehen

Wenn ihr euch weiter informieren wollt, könnt ihr das über die die Facebook-Gruppe, die Elenas Eltern mit anderen Betroffenen gegründet haben

https://www.facebook.com/groups/trisomy18.eu/

oder über

Weitertragen e.V. - Fortsetzen der Schwangerschaft nach pränataler Diagnose

Liebe Grüße

Sternen-Lilly
Sohn *07/94, Sohn *09/08, Lilly *04/10†, Sternchen 08/11†, Sternchen 08/15†
www.forum-krankes-baby-austragen.de
Weitertragen e. V.
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  #2  
Alt 13.01.2016, 19:01
Benutzerbild von Jessi79
Jessi79 Jessi79 ist offline
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Registriert seit: 31.01.2011
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 935
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Liebe Sternen-Lilly,

ich habe gerade deinen Beitrag gelesen. Ich bin über den folgenden Satz gestolpert:

Zitat:
Zitat von Sternen-Lilly Beitrag anzeigen
... und der Schmerz wird nicht verstärkt durch die Schuldgefühle, die sich unweigerlich einstellen, wenn man bewusst den vorzeitigen Tod des eigenen Kindes veranlasst hat. ...
Ich habe dieses Forum als sehr "wertungsfrei" erlebt! Dieser Satz fühlt sich für mich als negative Bewertung an, er fühlt sich an das es ein "richtig" oder "falsch" in so einer Situation geben könnte, es fühlt sich an als sei der Weg, den ich gewählt habe, falsch!

Ich habe nie diese "unweigerlichen" Schuldgefühle erlebt, nie! Ich habe meine Entscheidung nie auch nur eine Sekunde lang bereut, nie! Weil ich aus aufrichtiger Liebe zu meinem Kind entschieden habe!

Genau so wie du, nur aus Liebe! Daher finde ich die Wortwahl "abwertend" und negativ... Dies wollte ich dir gerne mitteilen...

Alles Gute für Dich von

Jessi

mit Jonas *+18.01.2011 (16. SSW) für immer im Kleiner Einschleicher Schmetterling flog am 24.09.13 weiter und seit 11.01.2012 mit der kleinen Zuckerschnute Emma im Arm

Wenn Du Gott belustigen willst, erzähl ihm Deine Pläne!
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  #3  
Alt 16.01.2016, 18:07
Steffi84 Steffi84 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 10.02.2015
Beiträge: 71
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Danke liebe Jessi für deine Worte. Mir geht es nämlich genau so. Ich habe auch nie Schuldgefühle gehabt, weil ich nichts falsches getan habe. Ich habe aus reiner Liebe gehandelt. Aus liebe zu meinem Kind! Und ich bin ganz ehrlich, trotz des Schmerzes würde ich jederzeit wieder so handeln.

Aber das muss jeder selbst entscheiden. Und ich habe mich schon einmal gefragt bei einer Antwort von Sternen-Lilly, ob es für sie nur eine Möglichkeit gibt.

In solch einem Forum sollte man beide Entscheidungen voll akzeptieren und es heißt nicht, dass jemand, der sich für einen Abbruch entscheidet auch gleichzeitig Schuldgefühle hat.
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