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  #1  
Alt 19.02.2017, 08:24
Jenny1985 Jenny1985 ist offline
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Standard Schreibaby :-/

Tja nun finde ich mich hier wieder.
Nachdem wir unseren kleinen Tamino vorletztes Jahr in der 39. Woche still geboren haben ist nun seit drei Monaten Leila bei uns eingezogen. Sie ist ein Schatz und einfach unsere kleine Maus. Die ersten Wochen und Monate waren super und nun kommt es. Ich bin fix und fertig, Leila schreit von mittags bis abends, der Vormittag klappt einigermaßen und dann kommt die Mittagszeit und diese kleine Maus holt alles aus ihrem niedlichen Körper. Sie schreit und schreit und schreit in den höchsten Tonlagen. Sie ist eigentlich so übermüdet und kommt einfach nicht zur Ruhe. Also wandere ich mit ihr und hoppel und Wippe und wiege und schuckle... seit einer Woche wohnt nun auch der Pezziball bei uns und erleichtert es ein bisschen. Ich selbst bin aber wirklich am Rande meiner Kraft angekommen. Ich fühle mich hilflos und verzweifelt. Und isoliert. Denn ich gehe mittlerweile nirgendwo mehr mit ihr hin. Einkaufen ist eine Qual für uns beide. Ich trage sie dann im Tuch um sie weitgehend von allem abzuschotten.

Tja und dann liest man pränataler Stress wirkt sich aufs Kind aus. Bingo! Natürlich war die Schwangerschaft kein Zuckerschlecken. Jede Nacht und jeden Tag hatte ich Angst dass es wieder passiert. Und ich habe nun gerDe ein schlechtes Gewissen, weil ich mich frage war alles zu früh? Was bürde ich dieser kleinen Maus eigentlich auf und ich fühle mich schrecklich weil ich denke dass ich egoistisch war mit diesem schnellen Kinderwunsch...
jeden Tag habe ich Angst um sie nach wie vor. Und dass ich wegen meiner Gedanken bestraft werde und mir mein kleiner Sonnenschein einfach genommen wird.

Kennt es jemand von euch? Wie handhabt ihr es mit eurem Mäuschen?

Liebe und verzweifelte Grüße
Jenny




Tamino +28.10.2015 *01.11.2015

Unser Kleines großes Wunder ist da:
Leila 12.11.1016
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  #2  
Alt 19.02.2017, 11:16
Benutzerbild von Jessi79
Jessi79 Jessi79 ist offline
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Liebe Jenny,

lass dich erstmal in den Arm nehmen ((((( Jenny ))))

Zunächst einmal "bürdest" du deiner kleinen nichts auf, du liebst sie aus vollem Herzen und dein sehnlichster Wunsch nach ihr, hat ihr das Leben geschenkt!

So wirklich kann ich mit einem echten "Schreibaby" nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber vielleicht ein paar Denkansätze geben?

Ich gehe davon aus das du kinderärztlich alles abgeklärt hast, also insbesondere Lebensmittelunverträglichkeiten wie Milch etc... Dann gibt es ja noch die Osteopathie, die bei kleinen Kindern ja manchmal wahre Wunder vollbringen können... Dann fällt mir noch das pucken ein! Wenn Emma so Schreiattacken hatte, hab ich sie manchmal gepuckt und dann ganz fest an mich geknuddelt und mit ihr geredet, das alles gut ist, ich sie verstehe und sie alles raus lassen kann! Meist hat sie sich dann irgendwann beruhigt und ist erschöpft eingeschlafen... Und da kommen wir auch schon zu dem Punkt, der bei Emma am Besten gewirkt hat: Schlaf! Wenn Emma nicht ausreichend geschlafen hatte, war sie unsausstehlich und hat totale Schreianfälle gehabt! Du schreibst, sie fängt erst mitttags an, könnte es vielleicht sein, das sie vormittags noch ein bisschen mehr schlafen müsste?

In größeren Städten gibt es ja auch Schreiambulanzen! Vielleicht könntest du beginnen, ein Schreitagebuch zu führen, um vielleicht auch für dich eine "Logik" dahinter festzustellen? Leila will dich nicht ärgern, etwas ist mit ihr, jetzt müssen die Erwachsenen "nur" noch herausfinden, was es ist...

Hast du denn etwas Hilfe am Tag? Für Dich? Damit du Kraft schöpfen kannst? Das halte ich im Moment für die "erste Hilfe", du brauchst auf jeden Fall Unterstützung! Jede Mutter weiß, wie heftig das Weinen des eigenen Kindes ist, wie tief das geht! Ich ziehe meinen Hut vor jeder Mutter, die so heftige Schreiattacken "überstehen" muss!

Aber such die Schuld nicht bei dir, zum einen ist es müßig, du hattest in der Schwangerschaft ja nicht aus "Lust und Dollerei" Stress... Und das lässt sich jetzt nicht mehr ändern, selbst wenn es der Grund wäre, was ich nicht glaube Und es ist auch nicht zielführend, jetzt geht es nur darum , der kleinen Maus zu helfen, nicht um Schuld oder nicht Schuld!

Liebe Jenny, ich schicke dir ganz viel Kraft und Unterstützung aus der Ferne!

Alles Gute wünscht

Jessi

mit Jonas *+18.01.2011 (16. SSW) für immer im Kleiner Einschleicher Schmetterling flog am 24.09.13 weiter und seit 11.01.2012 mit der kleinen Zuckerschnute Emma im Arm

Wenn Du Gott belustigen willst, erzähl ihm Deine Pläne!
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  #3  
Alt 20.02.2017, 08:44
Petra_Andrea Petra_Andrea ist offline
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Hallo,

Eines unserer letzten Pflegekinder war auch ein ¨Schreikind¨.

Sie kam mit 4 Monaten zu uns. Ich hatte wirklich schon viele Kinder hier. Bin eigentlich nicht so schnell aus der Fassung zu bekommen. Aber da hätte ich fast aufgegeben. Wenn mein Mann nicht immer gesagt hätte, dass wir es schaffen .....

Geholfen hat uns letztentlich eine Osteopathin. 2 Besuche dort und er Spuk war vorbei. Sie hat sich dann zu einer zauberhaften kleinen Schnecke entwickelt, die wir am liebsten behalten hätten.

Ich drücke Dir die Daumen, dass die Phase schnell wieder vorbei geht.

Alles Liebe
Petra
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  #4  
Alt 20.02.2017, 19:09
Benutzerbild von DANIE74
DANIE74 DANIE74 ist offline
Wirbelwind
 
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Liebe Jenny,

fühl Dich mal lieb gedrückt.

Deine Gedanken kann ich gut verstehen - aber: Du bist an nichts schuld, es ging nicht zu schnell, alles passiert zu seiner Zeit.

Klingt alles sehr anstrengend - und ich bin ehrlich: ich würde eine Osteopatin probieren. Bei einer Freundin war es auch sehr schwierig mit ihrer Kleinen, sehr viel Geschrei - und die Osteopatin hatte es ruck zuck im Griff.

Ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft!!!!

Alles Liebe

Danie

Meine Rasselbande Alina (08/2000), Leon & Luca (11/2001)
mit Sternenschwester Chiara (6 SSW, 1999)

'Glaub an Dich!'
Jeder starke Baum war einmal eine kleine Pflanze und jede große Tat beginnt mit einem kleinen, guten Gedanken.
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  #5  
Alt 20.02.2017, 21:13
Aline Aline ist offline
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Liebe Jenny,
das geht ganz schön an die Substanz, tut mir leid, dass es grad für Euch so schwierig ist.
Mein Sohn war zwar kein Schreikind, aber ein Nörgelkind und das hat mich auch sehr an meine Grenzen gebracht, immer verbunden mit der Angst, dass ich mit meinen Ängsten in der Schwangerschaft, ihm das quasi mitgegeben hab. Heute weiß ich, dass ich nichts dafür kann und er einfach so ist, wie er ist und dass er tatsächlich eine Störung hat.

Du kannst für Dich einfach nur ausprobieren, was besser ist:
Tagen, wippen und tönen?
Auf den Rücken binden, was im Haushalt machen und sonst ignorieren?
Auf dem Ball hüpfen?
Singen, laute Musik? Manche Kinder reagieren gut auf bestimmte klassische Musik oder auch Heavy Metal
Raus aus der Bude und laufen oder im Wagen schieben?
Manche Kinder hören außerhalb der Wohnung damit auf und machen das nur zuhause, so kann man die kritischen Zeiten umschiffen.

Und das allerallerwichtigste: besorg Dir richtig gute Ohrenstöpsel oder nen gut abdichtenden Kopfhörer. Warum? Laute Geräusche auf Dauer sind regelrecht Folter, der Streßlevel steigt enorm an. Du tust für Dein Baby schon alles mögliche, mehr ist nicht machbar, meistens hören sie irgendwann nach ein paar Wochen von selber damit auf, aber Du mußt die Zeit bis dahin irgendwie überleben.
Also sperr das Geschrei aus dem Gehirn aus. Stöpsel die Ohren zu oder mach die Kopfhörer drauf und gute Musik rein, die laut genug ist, um das Kind zu übertönen. Du wirst merken, dass Du viel mehr Geduld hast, wenn Du diese Frequenzen vom Baby nicht mehr im Ohr und im Kopf hast. Da läßt es sich wesentlich besser aushalten. Niemand sagt, dass Du Dir das anhören mußt. Du bist für sie da, Du hältst sie, Du schaukelst, aber Du mußt nicht zuhören. Deinem Partner empfehle ich dasselbe. Stöpselt Euch die Ohren zu. Oder einer ist da, der andere geht aus der Wohnung und macht was für sich und Ihr wechselt Euch täglich ab, damit dieser Streß nur jeden zweiten Tag zu ertragen ist.
Geht strategisch da ran. So ging es bei uns am besten.
Alles Liebe
Aline

Aline mit Merlin 02/04
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  #6  
Alt 20.02.2017, 21:34
Jenny1985 Jenny1985 ist offline
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Ach ihr lieben, vielen Dank für eure Tipps. Ich musste erst einmal zur Ruhe kommen. Also, morgen ist der zweite Osteopathentermin. Wir gehen zu einer anderen... Letzte Woche hatten wir einen Termin bei der Schreikindbegleitung. Dort lerne ich mich selbst zu achten und Kraft zu tanken. Ich halte Sie also und atme. Denn ich halte immer die Luft mit an...
Es geht wirklich an die nerven. Man verzweifelt und ich vergesse regelmäßig zu essen. Ich fühle mich so allein weil ich einfach nirgends mehr hin mag.
Ich meide es alles :-(
Naja ich bin über jeden Tipp dankbar!!! Und nun hopse ich ins Bett :-)




Tamino +28.10.2015 *01.11.2015

Unser Kleines großes Wunder ist da:
Leila 12.11.1016
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  #7  
Alt 21.02.2017, 10:12
Benutzerbild von -Silke-
-Silke- -Silke- ist offline
Glückskind
 
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Liebe Jenny,
Ich möchte Dir einfach eine liebe Umarmung da lassen, denn es ist echt schlimm, wenn das Baby nur schreit (((Jenny)))
Ich hoffe dass die Osteopathin wirklich hilft und Ihr zur Ruhe kommen könnt. Vielleicht hat sie sich "einfach" irgendeine Blockade eingefangen. Schalte die Zweifel aus. Gegen die Ängste in der Schwangerschaft konntest Du nichts tun. Ob es besser gewesen wäre, länger zu warten, wird niemand sagen können. Du tust alles für die kleine Maus und sie wird das spüren.
Wie gut dass Du Hilfe bekommst wie Du mehr auf dich achtest, aber schöner wäre noch, wenn Du dich nicht so allein fühlen müsstest. Kann nicht jemand zu Dir kommen, der die Kleine eine Zeit übernimmt (Eltern, Freundin?) zur Unterstützung und zum Reden oder damit Du in Ruhe rausgehen, einen Spaziergang machen, einkaufen gehen kannst?
Ich drücke Euch die Daumen dass der Spuk bald vorbei ist und Ihr bald die ganzen Aktivitäten genießen könnt, die man mit einem Baby halt so macht
Liebe Grüße
Silke

mein Krümel - Du hast mir meinen Weg aufgezeigt - ich danke Dir dafür
kleiner Waschbär in unseren Armen (06/2014)
Kleines Läuschen gesund und munter gelandet (12/2016)
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  #8  
Alt 21.02.2017, 11:30
tanja_he tanja_he ist offline
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Registriert seit: 03.04.2005
Ort: nähe esslingen
Beiträge: 703
Standard Hallo

Hallo Jenny,


vielleicht wären die von wellcome eine Hilfe für dich.
Es sind ehrenamtliche die Familien im ersten Jahr begleiten
und deren Ziel es ist das Eltern Entlastung finden.

http://www.wellcome-online.de/angebo...?REGIO_ID=4260

Du kannst ja mal schauen ob das was für euch wäre.

Und das mit dem Essen kenn ich auch,
meine Maus lies sich auch nicht wirklich ablegen
und schlief tagsüber am liebsten auf meinem Schoss
wenn sie wach war konnt ich sie eher mal auf den Boden oder in den Stubenwagen legen
zum Essen bin ich nur gekommen wenn es schon vorbereitet dastand
so haben wir am Abend oft mehr gekocht das ich es am nächsten Tag nur schnell warm machen musste.

bei einer Freundin hat eine Federwiege wunder gewirkt
die kleine schlief da tatsächlich auch mal ohne Mama.

Und wegen der Ängste in der Schwangerschaft
bei mir war der verlust 19 Jahre her
und trotzdem haben mich die ganze Schwangerschaft Ängste begleitet.


Ich schick dir mal ein Kraftpaket aus der Ferne
Tanja
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  #9  
Alt 17.03.2017, 15:18
Jenny1985 Jenny1985 ist offline
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Daumen hoch

Hallo zusammen, ich wollte mich nun einmal wieder melden und den Stand der Dinge berichten.
Also Leila schreit immernoch :-( aaaaaaber ich habe das Gefühl dass es weniger wird
Die Osteopathin hat eine Blockade im Halswirbel "gerichtet". Wir gehen nun zur Krankengymnastik um Leila weiter zu unterstützen. Außerdem gehen wir zur Schreikindbegleitung. Die hilft mir wirklich sehr. Es ist ein etwas anderer Ansatz... Nun ja Leila weint wenn sie müde ist, aber nicht mehr so lange wie zu Anfang. Nun ist sie vier Monate alt und ich bin gespannt wann es so richtig klick macht. Aber wir sehen ein Licht am Ende des Tunnels :-)




Tamino +28.10.2015 *01.11.2015

Unser Kleines großes Wunder ist da:
Leila 12.11.1016
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  #10  
Alt 18.03.2017, 12:26
Xena76 Xena76 ist offline
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Beiträge: 14
Standard

Liebe Jenny ,
Ich hatte bisher nur mitgelesen
Es ist schön wenn es etwas besser wird .
Mein Großer war auch ein " schreibaby "
Und seine Zwillingsschwester konnte gleich
Gut schlafen .
Bei ihm half nur eine Baby Hängematte und festes schaukeln.
Tragen hat er gehasst :/
Heute ist er 7 Jahre alt und er ist immer noch ein
Richtiger Hibbel und schläft von allen dreien am wenigsten .
Er ist wohl auch hypersensibel und somit hat sich jede
Kleinste Unruhe von mir auch auf ihn übertragen.
Das mit den Ohrenschützern kann ich voll unterschreiben obwohl
Es sich komisch anhören muss
Ich wünsche euch weiterhin viel viel Kraft und nerven aus stahl !
Liebst Christina
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