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  #1  
Alt 03.09.2015, 02:24
Benutzerbild von Apacenya
Apacenya Apacenya ist offline
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Registriert seit: 09.12.2012
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Standard Stieftochter

Moin,
ich war hier schon lange nicht mehr, aber jetzt weiß ich nicht mehr weiter. Kurz zu meiner Geschichte:

Nachdem ich meine erste Tochter im 5. Monat verloren hab, haben sich mein damaliger Mann und ich uns auseinandergelebt. Nicht ganz ein Jahr später hab ich meinen jetzigen Mann kennengelernt. Nach sechs Wochen war ich dann ungeplant schwanger von ihm. Ein halbes Jahr später sind wir zusammengezogen und ich hab eine gesunde Tochter mit ihm. Aus seiner vorherigen Ehe kamen seine (damals 16) Tochter und sein Sohn (damals 19) mit zu uns. Der Sohn (jetzt 21) baut nur eine Sch... nach der anderen. Ist aber nicht das Thema, da wir eine vorerste Lösung gefunden haben. Das Problem ist die jetzt 17jährige Tochter.

Seit knapp zwei Wochen ist sie jetzt bei einer Freundin. Hat sich aber seither nicht von selbst mal gemeldet. Der Grund dafür ist: Sie hat keine Lust, die Katzen zu füttern oder sonstwas im Haushalt zu tun.

Ich hab ihr mal meine Meinung zu ihrem Verhalten gesagt. Ich bin jetzt der Grund, warum sie nicht nach Hause will. Ich hatte ihr auch freigestellt, zurück zu ihrer Mutter zu gehen.

Ich hab inzwischen noch einen kleinen Sohn von zweieinhalb Monaten. Ihr könnt euch vorstellen, wie das ist, mit zwei kleinen Kids von 1 Jahr und 2,5 Monaten. Leichter Stress, da ich den Kleinen voll stille und meine Tochter seit ein paar Wochen laufen kann.

Ich verlang seit ein paar Monaten von der 17jährigen, daß sie im Haushalt mithilft und auf die Kleinen aufpasst, wenn ich kochen will.

Laut ihrer Aussage wäre ich überfordert mit der Situation!!! Und ihre Mutter wäre auch der Meinung .

Ich dachte, ich hör bzw. les nicht richtig. (Jaa, der Kontakt ist grad nur per FB). Mein Mann ist den ganzen Tag arbeiten, da verlang ich nur, daß er abends mal mit unsrer gemeinsamen Tochter spielt.

Ich kann doch wohl von einer 17jährigen erwarten, daß sie im Haushalt mithilft oder etwa nicht?

Ich bin inzwischen soweit, daß ich mir ne eigene Wohnung suchen will, damit sie mit ihrem Papa alleine wohnen kann, damit sie auch mal merkt, was es heißt, nen Haushalt zu führen. Nur der ist von der Idee gar nicht begeistert. Ich hab keine Lust mehr auf das Theater.

Sie möchte nichts tun, aber ich soll für sie kochen, Brot richten, für die Schule, den ganzen Papierkram machen etc.
Immerhin, sie wäscht ihre Wäsche selber.

Achja, sie möchte mit 18 sowieso ausziehen. Sie ist noch nicht mal mit der Schule fertig. Sie ist auch sitzengeblieben und von der Realschule auf die Hauptschule gerutscht.

Ich frag mich, wer hier überfordert ist.

Mach ich irgendwas falsch???

LG Susi

Mit dem kleinen Engel
Talisa-Joyleen Manja (Die große Lebensfreude)
im Herzen
*27.11.12 + 27.11.12 (21+4ssw)

und mit Thorina ( *8.6.2014) und Thorwin ( *19.6.2015) an der Hand

http://www.gedenkseiten.de/talisa-jo...manja-willich/




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  #2  
Alt 21.03.2016, 21:18
Ulrike76 Ulrike76 ist offline
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Ort: Mecklenburg-Vorpomme, Deutschland.
Beiträge: 371
Standard Was ist mit dem Papa?

Liebe Susi,
wenn ich Deine Geschichte lese, denke ich, dass der Papa mit ran muss. Ich habe selbst eine Stieftochter, die 18 Jahre älter als unsere Kinder ist und weiß wovon ich schreibe.

Meine spontanen Gedanken dazu sind:

Ich halte es für wichtig, Deine Rolle zu finden: als Hausherrin, aber nicht als leibliche Mutter der Großen. In Deiner Rolle als Hausherrin kannst Du gemeinsam mit Deinem Mann Regeln für das Zusammenleben aufstellen, z. B. respektvoller Umgang miteinander usw.
Im Dreiergespräch könnt Ihr Eure Regeln mit der Großen kommunzieren und konkret ihre Verantwortungen/häuslichen Pflichten sowie Konsequenzen bei Nichteinhaltung festlegen.

Meine Erfahrung ist, dass sich Väter sehr gern um diese Gespräche drücken, sie aber der größte Hebel sind, um die Tochter zu einer Verhaltensänderung zu bringen. Nur wenn der Vater hinter Dir steht und seiner Tochter seine Erwartungen mitteilt, kann sie sich ändern. Bei uns war es auch so, dass die neuen Babies einen großen Reiz auf die Tochter ausgeübt haben und sie letzten Endes hier keinen Kontaktabbruch riskieren wollte.

Im übrigen habe ich es mir immer eingeredet, dass es ein Kompliment ist, wenn sich die Stieftochter an mir gerieben hat. Immerhin war/bin ich ein großes Rollenvorbild für sie. Heute - ein paar Jahre später - haben wir ein liebevolles vertrauensvolles Verhältnis und wir eine tolle Hilfe bei der Kinderbetreuung.

Ich wünsche Dir, dass Ihr bereits einen guten Weg gefunden habt bzw. dass es Dir mittlerweile schon wieder etwas besser geht.

Alles Gute für Eure Familie!

Ulrike
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  #3  
Alt 30.03.2016, 09:32
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DANIE74 DANIE74 ist offline
Wirbelwind
 
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Fühl Dich mal lieb gedrückt!!!!

Einen wirklichen Rat kann ich nicht geben, will aber nicht ohne wort weiter gehen!

Ich denke dass in diesem Alter, in dem man eigentlich Hirn vorraussetzt, gerade dieses eben aussetzt!!!

Es kommt mir bekannt vor von meiner Tochter, wenn auch in anderer Form. Die sagen Dinge, die so gemein und verletztend sind - und wir suchen dann teilweise dennoch bei uns den Fehler.

Du machst es aber wirklich genau richtig - bleib bei Dir, setze Deine Grenze und ja - es ist definitiv richtig die 17jährige in ihren Pflichten miteinzubeziehen.
Sehr schade dass die leibliche Mutter auch in dieses Horn bläst - falls sie das wirklich tut.
Denn mir persönlich ist aufgefallen, dass die Mädels da eine sehr verschobene Wahrnehmung haben.

Du bist nicht überfordert, definitiv nicht. du machst das alles super, bringst so viel unter einen Hut. Aber sie wird es nicht sehen und einsehen können. viel viel später wird es ihr leid tun - wenn sie Deine Situation nachvollziehen kann. Das hilft dir jetzt natürlich nichts.
Aber mir zum Beispiel geht es so, dass ich mich in dem Verhalten meiner Tochter ganz oft auch sehe - und mir eingestehe, dass ich so auch manchmal zu meiner Mutter war. Und dann atme ich tief durch und weiß, sie wird es irgendwann verstehen und es wird ihr leid tun - spätestens wenn ihr eigenes Kind ihr die gleichen Sachen vor den Kopf wirft.

Damit meine ich nicht dass Du alles entschuldigen sollst, im Gegenteil. Nur ist es bei mir so, dass es mir vom Gefühl her besser geht, wenn ich daran denke, das ist jetzt so - es wird auch wieder anders und nicht ich mache etwas falsch. Dann weiße ich meine Tochter zurecht, fordere was ich zu Fordern habe - mit dem guten Gefühl in mir.

vielleicht kann Dein Mann mal ein Gespräch mit ihr suchen, oder besser noch ein anderer Bezugpunkt?

Mein Freund tat das als es hier fast eskalierte.... nicht als "Belehrender", nein. Er hat ihr einfach mal gesagt, wie er die Situation sieht, dass er weiß wie sie die Dinge sieht - aber ob sie sicher ist dass ich ihr Verhalten verdient hätte. Das sie doch sicher weiß, dass ich es nur gut meine mit ihr und sie vielleicht in ihrer Wahrnehmung ein wenig übers Ziel hinaus schießt.... und siehe da: es wurde wirklich besser!

(Bei uns zum Beispiel litt ich unter "Kontrollzwang" weil eine 15jährige meiner Meinung nach zu sagen hat mit wem sie wohin geht und zu einer bestimmten Zeit wieder zu Hause sein muss... Ich sagte ihr ruhig, mein Kontrollzwang ist leicht heiölbar - denn entweder sie hält sich an die Regeln, sagt mit wem wohin oder sie verlässt das Haus nur noch zum Training und zu Schule..... )

Ich wünsche dir alles Liebe, schicke dir ein großes Kraftpaket und hoffe, Dein Mann steht stärkend hinter Dir und hält Deine Schulter!!!!

Danie

Meine Rasselbande Alina (08/2000), Leon & Luca (11/2001)
mit Sternenschwester Chiara (6 SSW, 1999)

'Glaub an Dich!'
Jeder starke Baum war einmal eine kleine Pflanze und jede große Tat beginnt mit einem kleinen, guten Gedanken.
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  #4  
Alt 03.04.2016, 22:04
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enidan enidan ist offline
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Liebe Susi,
lange habe ich nicht hier gelesen und geschrieben, bin nur zufällig bei Deiner Nachricht gelandet----und fühle mich angesprochen - entdecke mich wieder...vielleicht sind ja auch ein paar hilfreiche GEdanken dabei...

Ich habe auch zwei Kleine Wichtelchen um mich wuseln (fast 2J und 4 Monate). Dazu habe ich zwei Jungs zu meinem Freund dazu bekommen (7J, 9J). Papa ist zwar auch zu Hause aber durch Haus und Hof und Bauen hängen der Haushalt und oft auch die Kinder an mir.

Ich kann es so gut nachfühlen, was für ein GEfühlsknoten, chaos, Mischung aus Wut und Enttäuschung, Erschöpfung, Stolz es doch hinzukriegen.....

Meine ersten GEdanken waren: ach die Arme steckt ja noch voll in den Hormonen! und: Natürlich rann mit der DAme!

zum ersten:
Das Planen fürs Ausziehen verschiebe noch ein paar Monate. Ich wollte es kürzlich auch, doch allmählich wirds besser --- dazu eine kleine Anektdote mit meiner Freundin (Kinder 4J, 7Monate). Sie erzählte mir vor etwa zwei Monaten von schon sehr konkreten Auszugsgedanken und sagte sie würde gerne wieder in eine WG z.B. mir ziehen. ICh versuchte sie zu trösten und erinnerte sie daran, dass der Kleine noch nicht sehr lange auf der Welt und die Kraft der Hormone nicht zu unterschätzen sei. Ein wenig später rief ich sie voller Verzweiflung an und meinte ich wolle das Angebot mit der WG annehmen. Daraufhin sagte sie, dass ich doch dafür nächste Woche noch einmal anrufen solle. Gerade sei alles wieder im Lot und ich solle daran denken, dass...
Oft hilft der GEdanke, dass man trotz der GEbundenheit durch die kleinen Kinder nicht abhängig ist, sondern sehr wohl alles alleine wuppen könnte! Du bist eine sehr starke, kompetente Frau, die zwei STiefkinder groß gezogen hat und nun auch einen Patchworkhaushalt mit zwei sehr kleinen eng aufeinander folgenden Kleinkindern managed. Sicherlich sind wir Mütter hier und da in bestimmten Situationen überfordert, aber insgesamt macht uns den täglichen Spagat so schnell keiner nach!

zum zweiten:
Natürlich kann man verlangen, dass ein Familinmitglied im Haushalt mithilft. Unsere Jungs müssen auch täglich ran. Und täglich gibts gemöser und diskussionen. Mal mehr mal weniger. Aber insgesamt wissen sie es schon sehr gut, was ihre Aufgaben sind und dass jederzeit welche dazu kommen können, wenn was anliegt. Die Kraft der Gewöhnung hat viele Diskussionen und Streitereien verringert. Zuerst habe ich immer meinen Freund vorgeschickt, weil ich dachte, die Jungs hören sowie so nicht auf mich. Aber allmählich habe ich genügend Rückrad und ziehe vieles auch alleine durch.
Ein großer Unterchied ist natürlich, dass Deine Stieftochter schon fast erwachsen ist. Wenn ihr solche "Kämpfe" um Aufgaben übernehmen etc. bisher noch ncicht hattet, würde ich wohl auch den Vater vor schieben bzw. ihm mitteilen, dass es seine Aufgabe ist!!!! Wichtige und schwierige Dinge regelt und vermittelt bei uns immer die Hauptbezugsperson.

Viele herzliche GRüße und Kraft und Durchhaltevermögen und eine SChulter zum immer wieder ausheulen wünscht Dir
Nadine
P.S. entschuldigt die vielen Tippfehler... gehöre schon ins BEtt-.---

Sebastian (12/2006) und Sören (09/2008) an dessen Leben ich teilhaben darf, obwohl ich sie nicht geboren habe
**********************************************
mein Dummerchen (ELSS, 13.2.2013) und ein Sternchen (6.SSW; 4.6.2013),
das kleine lebensfrohe von Ronja (* 9.5.2014) und das winzige Herzchen von Roland Robin (*9.12.2015)

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  #5  
Alt 19.06.2016, 20:42
Liana Liana ist offline
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Registriert seit: 18.06.2016
Beiträge: 6
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Ich würde sie einfach lassen. Dann muss sie eben schauen wie es allein schafft. Ich war auch so in dem Alter und bin dann mit 18 ausgezogen. Eine harte aber sehr lehrreiche Zeit. Ich konnte auch immer wieder nach Hause kommen
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