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  #1  
Alt 14.08.2010, 11:26
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Biggi Biggi ist offline
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Standard Geburtstrauma und Kaiserschnitt

Meine Lieben,

diese schönen Texte aus dem Jahre 2003 habe ich gerade gefunden.

Heike und ich hatten lange gemeinsam überlegt,
wie wir die Themen um die verschiedenen Geburtstraumen
hier mit Euch prozessieren können,
ohne dass so etwas wie eine Einzelbehandlung nötig ist.

Wir wussten, dass wir mit gezielten Traumreisen während der
Seminare ja schließlich auch sehr, sehr viel erreichen konnten.

So beschlossen wir,
einen Text zu schreiben,
der immer wieder Episoden von inneren Bildern
haben sollte,
die kleinen Traumreisen ähnlich sind.

Ich kopiere Euch die Texte hier herein.
Und hoffe, dass das Schritformat dabei nicht gänzlich aus dem Rahmen fällt.

Dieses sind Texte -
geschrieben aus dem Herzen heraus
und dürfen auch direkt mit dem Herzen gelesen werden.

lieber Gruss

Biggi


Biggi / 13-12-2003

"Kaiserschnitt- Heilung der Gefühle"

Hallo, meine Lieben,
das ist wirklich ein dickes Thema.
Seit einigen Tagen schon sprechen Heike und ich immer wieder drüber,
wir sind uns über die Brisanz vollkommen im klaren.
Und es passt obendrein auch zu den Erfahrungen aus den Seminaren,
wo das Geburtstrauma an sich ganz besonders in diesem Jahr immer
wieder wichtig wurde.

Ich wollte das nicht mit irgendeinem Dreizeiler abspeisen.
Musste aber warten bis, wie heute früh, endlich mal Ruhe einkehrt.
Und auch drüber brüten, denn wann immer ich dachte:
jetzt hab ich´s!, dann fielen mir noch mehr Aspekte ein.

Es ist also ein vielschichtiges Thema.
Und auf die Gefahr hin, dass wir nachtragen müssen,
versuche ich nun, einmal halbwegs strukturiert etwas dazu zu schreiben.

Die Narbenentstörung und eventuelle Arzneien sind natürlich möglich,
sie kommen aber erst ganz weit hinten in meiner Liste!
Mag sein, dass ich sie sogar gesondert aufführe. Um damit zu verdeutlichen,
dass das Arbeiten mit uns selbst hier in vorderster Linie steht.
(und natürlich, um auch hier noch mal gründlicher zu schauen,
was es denn über die üblichen Erstversorgungsmittel hinaus vielleicht noch zu wissen gibt)

Fangen wir gerne vorne an:
Uns ist da etwas ganz, ganz plötzliches passiert.
Ein Trauma, in welches wir vollkommen unvorbereitet geraten sein können.
Es ist uns vermutlich einiges von dem verloren gegangen,
worauf wir uns so sehr gefreut haben.

Das bedeutet, wir trauern!
Ich finde es wichtig, dies einmal so deutlich zu formulieren.
Damit wir das auch eine gewisse Zeit lang wirklich tun:
trauern um das, was wir nicht haben durften.

Es ist also sehr gesund und wichtig, wenn hier jede von uns wenigstens
einmal aufschreibt, was ihr da "geschehen" ist, dass sie diesem inneren
Schmerz einen Ausdruck gibt.
Kann es sein, dass manche dies in der Form das erste Mal tun?

Lasst euch umarmen von mir. Trauer will formuliert sein.
Und sie will heraus. Immer.
Auch wenn vielleicht das eine oder andere Tränchen auf die Tastatur tropft,
das macht nichts, im Gegenteil. Es hilft und heilt. Mag vielleicht der Anfang,
der Auftakt unserer Heilarbeit sein.

Trauer ist es, um die verlorene Babyzeit, die verpasste Geburt,
den Vorbereitungskurs, der nicht zum Zuge kam, Trauer um den
verpassten ersten Babyschrei vielleicht, um so Vieles,
um die aller erste schöne Zeit mit dem Kind.

Gehen wir alles noch einmal durch.
Sammeln wir, jede für sich die wichtigsten Eckpunkte dieser immensen Verletzung.
Ich sehe da Wut. Wut auf das Schicksal, Wut auf alle Beteiligten.
Ohnmacht sehe ich.
Eine große Ohnmacht in einer so verletzlichen Situation wie dieser.
Ein Kaiserschnitt liegt oft ganz weit weg von dem,
was wir selbst eigentlich wollten, was wir planten.
Es gibt nichts, was wir tun konnten. Zu groß war auch die Angst um unser Kind.
Kann es sein, dass diese Angst um unser Kind noch immer in uns nachwirkt?
Ganz heimlich vielleicht ?

Manch ein Kaiserschnitt kann also zu einem ganz persönlichen Albtraum werden.

Das macht Angst.
Große Angst vor einer neuen Schwangerschaft.
Vielleicht lässt diese Angst in uns auch eine gewisse Abneigung gegen Ärzte entstehen.

Die Gefühle können durcheinander gehen.
Vielleicht fühlen wir uns ein wenig undankbar,
weil wir ja immerhin ein gesundes Kind haben?
Vielleicht fühlen wir uns auch als Versager.
Weil wir das Kind nicht loslassen konnten, nicht herauslassen konnten.

Ich gehe hier so genau auf die Details ein, weil es mein erster Wunsch ist,
dass jede von uns einmal versucht, sich ihre eigene Verletzung so genau,
wie möglich anzuschauen. Sie zu formulieren, so präzise es geht,
damit wir dieses Gefühl wieder in uns integrieren können.

Das geht nur in der seelischen Arbeit.
Da führt kein Weg dran vorbei.
Keine Kügelchen, keine Narbenentstörung, keine Arznei.

Dies müssen wir jetzt irgendwie wirklich selbst schaffen.

Nehmen wir gerne unseren inneren Teddy zu Hilfe.
Nehmen wir das erste Gefühl, welches wir vielleicht schon formulieren konnten.
Ist es vielleicht die Trauer oder die Wut oder die Angst?
Diese Angst ist ein Teil von uns.
Sie gehört zu uns.
Sie wohnt in uns - jedenfalls normalerweise.
Und wir sind so eine Art Pensionsbesitzerin,
die für jedes ihrer Gefühle ein Zimmerchen verwaltet.
Und die die Verantwortung hat, das jeder Gast sich gut aufgehoben fühlt.

Was aber haben wir getan?
Wir haben diese Gefühle ausgesperrt. Sicherlich nicht absichtlich.
Und doch sind sie draußen, stehen vor der Tür, klopfen an ein ums andere Mal,
versperren uns die Sicht auf angenehmere Dinge.
Dieses Gefühl passt gut auf sich auf, es wird nicht in Vergessenheit geraten.
Nein. Solange wir so stiefmütterlich mit ihm umgehen,
wird es lauter werden und immer noch lauter.

Wir können die Dinge nicht ändern.
Wir können nur so gut es geht, mit unseren verletzten Gefühlen umgehen.
Das sagt man so, nicht wahr?
"Verletzte Gefühle", und meist meinen wir unsere eigene Verletzung, wenn wir es so formulieren. Tatsächlich können unsere Gefühle selbst aber obendrein verletzt sein.
Dann stehen sie draußen.
Dann wird es Zeit, etwas zu tun.

Verwandeln wir unsere Trauer in unseren inneren Bildern in einen Teddy,
in einen, den wir lieb haben können.
Sagen wir ihm einmal "Danke" - nur dafür, dass er für uns da ist,
dass er ein Ausdruck ist unserer Persönlichkeit, und dafür,
dass er jeden Tag fleißig seine Arbeit macht.
Entschuldigen wir uns bei ihm dafür, dass wir so gemein zu ihm waren,
ihn vor die Tür zu setzen. Ihn auszusperren. Ihn nicht zu mögen..
Sagen wir der Trauer in Gestalt dieses Teddys,
dass wir sie nie wieder aussperren werden.
Laden wir sie ein, sich ihr eigenes süßes Zimmerchen in unserer Pension zu suchen

Wenn wir nun etwas geduldig sind, dann werden wir beobachten,
wie unser Teddy sich verändert.
Vielleicht hat er noch Wünsche. Vielleicht möchte er mal riesengroß werden.
Vielleicht möchte er direkt in unserem Herzen wohnen.
Ganz egal, was er wünscht, wir werden ihm geben, wonach er verlangt.
Wir werden nie, nie wieder gemein zu ihm sein.
Wir werden uns ab sofort liebevoll um ihn kümmern.

Wenn unser Teddy das erste Mal sein Zimmerchen gefunden hat,
dann wird sich auch sofort etwas in uns verändern.
Ein winziges Teilchen in uns ist wieder heil.
Das gibt kein Erdbeben. Sondern eine dauerhafte und wichtige Heilung
in und an uns selbst.
Das ist sehr wichtig.
Das ist Emotionalkörpertherapie.
Merken wir uns das, denn wir werden sie zu diesem Thema noch oft brauchen.

Diese innere Heilung ist die wichtigste von allem.
Und das Potenzial dafür steckt in uns selbst.
Lasst uns das ein wenig üben.
Es ist wichtig für uns selbst.
Und vor allem für unsere Kinder.
Denn in solchen Fällen sind immer Mutter UND Kind gemeinsam betroffen.
Da stehen wir also sozusagen doppelt in der Verantwortung.
Fangen wir also an.

Wir werden viele verletzte Gefühle finden. IN uns . Um uns herum.
Denn ein verletztes Gefühl schafft immer auch den Weg
für ein weiteres verletztes Gefühl.
Das ist wichtig zu wissen. Es soll uns aber auch motivieren, in uns aufzuräumen.
Das wird eine bessere Lebensqualität schaffen.

Wir werden also in den nächsten Tagen viele Teddys lieben,
ihnen viele Namen geben.
Und so fangen wir an , unser Trauma aufzulösen.

Das mag bagatell klingen. Das ist es aber nicht.
Im Gegenteil, es ist sehr, sehr mächtig.
Wir können hier im Prinzip nichts falsch machen,
wenn wir nur immer nett sind,
alle unsere Gefühle behandeln wie kleine, arme Teddys.
Nur eines tun wir nicht: sie beschimpfen, oder sie rausschmeißen.
Das tun wir eh schon aus verständlichen Gründen die ganze Zeit,
und haben ja gesehen, wie mächtig sie durch diese Umgangsweise geworden sind.
Jetzt heißt es, den Spieß umzudrehen.
Wir sind nett zu ihnen, verwöhnen sie am Anfang.
Und bringen uns selbst so wieder in "Ordnung".


Wir ordnen unsere Gefühle.
Das ist der erste Schritt, das ist IMMER der erste Schritt.
Wir beleuchten sie, dann formulieren wir sie.
Und dann erst heilen wir sie.

Lasst euch Zeit damit. Übt gerne ein wenig.
Fragt uns gerne, wenn ihr nicht weiter wisst oder kommt.
Aber geht da ran, macht euch ans Werk.
Allein schon, über die Trauer zu schreiben,
allein schon, dies zu lesen,
dürfte den einen oder anderen kleinen Prozess auslösen.

Seid geduldig mit euch.
Fangt einfach nur an.

Dies ist ja erst der Anfang.


Lieber Morgen- Cappuchino-Gruß
Biggi
(die heute früh solange weiterschreibt, bis die Familie wach wird und trommelt )

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Birgit Zart

http://www.kinderwunschhilfe.de

Von mir ausgebildete Therapeuten in Eurer Region findet Ihr hier:
http://www.die-fruchtbarkeitsmassage.de

Auch auf Facebook könnt Ihr mich finden:
Kinderwunschhilfe Birgit Zart
sowie
Die Fruchtbarkeitsmassage- das Original nach Birgit Zart

Geändert von Biggi (14.08.2010 um 11:32 Uhr).
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  #2  
Alt 14.08.2010, 11:29
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Standard Teil Zwei

"Kaiserschnitt - Dem Schicksal "Danke" sagen"

Hallo, meine Lieben,


lasst uns gleich weitermachen.

Dies ist ein vielschichtiges Thema.

Und wenn wir gut sind, dann bekommen wir es "rund", einigermaßen fertig.

Tatsächlich können wir in mehreren Ebenen arbeiten.


Die Heilung unserer Gefühle ist er Anfang.


Jetzt geht es darum, unsere Erinnerung zu heilen.

Und uns mit dem Schicksal auszusöhnen.


Oh ja, wenn ich in das, was ich gerade hereinfühle,

dann zieht sich so Manches in mir zusammen,

das macht fast, als würde ich meinen Kopf einziehen müssen.

Das muss es nicht.


Fangen wir doch beim Kopf an.

Er speichert unsere Erinnerungen. In inneren Bildern.

Das bedeutet: Erinnern.

Die Dinge, die wir in unserm "Innern" gespeichert haben, wieder aufzurufen.

Das ist wirklich mit einer Festplatte zu vergleichen.


Nur, dass wir hier nicht einfach format C drücken können.

Es funktioniert anders:

Unser Unterbewusstsein speichert Bilder gekoppelt mit Gefühlen .

Das gute ist: es kennt keine Zeit.

Das bedeutet: Wenn wir nun in unserem inneren Erleben

neue Bilder schaffen zu vergangenen Situationen,

vielleicht sogar gekoppelt mit positiveren Gefühlen,

dann schaffen wir neue Backups.

Direkt neben die alten, traumatischen Bilder stellen wir neue, bessere.


Das funktioniert ganz einfach und wunderbar.

Und wirkt doch so sehr.


Wenn unser Unterbewusstsein also zu ein und derselben "Erinnerung"

verschiedene Bilder und Emotionen hat,

dann wird es sich im Laufe der Zeit immer für das stressfreiere Bild

und die angenehmeren Emotionen entscheiden.


Und dafür brauchen wir keine lange Sitzung oder so was.

Die Zeit kurz vor dem Einschlafen eignet sich ganz prima dafür,

die Zeit morgens zwischen den Schlummertasten,

oder ein schönes, entspannendes Vollbad.

Später macht ihr das "by the fly", beim Autofahren oder in der U-Bahn.

Es ist niemals groß. Arbeiten wir in kleinen Schritten,

und wissen wir, dass dies ein Weg ist, der aus vielen kleinen Schritten besteht.


Doch zunächst wollen wir unsere "Erinnerungen" erst einmal finden.


Lassen wir unsere Erinnerungen noch einmal Revuepassieren.

Söhnen wir uns mit ihnen aus.

Versuchen wir, unser Schicksal in DANKBARKEIT anzunehmen.


Da mag uns vielleicht zuerst der kalte Kaffee hochkommen!

WARUM bitte, sollte ich ein Trauma,

ein negatives Erlebnis in Dankbarkeit annehmen?


Ganz einfach:

Je schwerer ein Trauma ist, desto wichtiger ist es, dieses anzunehmen.

Denn es wird dadurch entschärft.

Dies hier ist also keine Wertung.

Keine Aussage wie, Du bist ja selber Schuld, wenn du mit dir so haderst.

Nein, das ist es auf keinen Fall. Nichts läge mir ferner.

Ich grübele seit Tagen zu diesem Thema,

musste mir lange überlegen, wie wir nun hiermit umgehen.

Ich fragte mich auch, wie hoch denn die Dunkelziffer sein mag

an Traumen durch Kaiserschnitt, wie groß das Tabu,

wie heimlich der Seelenschmerz der Kinder und Mütter.

Ihr kennt mich lange genug, um euch meiner emotionalen Solidarität sicher zu sein.

Diese Postings rühren mich zu Tränen.


Es ist einfach nur ein Trick.

Wir bemogeln einfach unser Unterbewusstsein.

Alleine schon, zu etwas "Danke" zu sagen, bringt dann schon ein wenig Heilung.

(Ich glaube, ich hab mal was geschrieben in "die Kraft vom Dankeschön")


Alles, wozu wir Danke sagen, pludert sich nicht mehr so in uns auf, wird geringer,

Das sind auch keine Gesetze , die ich etwa gemacht hätte,

es ist anders: Sie wirken- also sind sie da!


Versuchen wir’s gerne erst einmal über den Kopf.

Erinnern wir uns an die Dinge, wie sie waren, und wie wir sie erlebten.


Und dann holen wir uns ein anderes Modell.

Den Kaiserschnitt.

Ich glaube, das war doch so:

Ein solcher Schnitt rettete einst einen Kaiser, oder ?


Können wir das einfach mal so formulieren:

Ein Schnitt- eines kleinen Kaisers würdig!!!


Das klingt doch schon mal ganz gut.

Das fühlt sich doch gleich viel besser an.


Setzen wir uns doch mal die Dankbarkeitsbrille auf .

(auch wenn die Vergangenheit dies nicht verdient zu haben scheint,

und wir tun dies FREI von Vorwürfen gegen uns selbst)


Gehen wir noch mal den Weg zum Krankenhaus durch.

Welch ein Glück, dass wir ihn nicht zu Fuß zurücklegen mussten,

oder im Pferdewagen - Sagen wir mal Danke dafür.


Sehen wir mal das Krankenhaus , dem wir uns nähern.

Mit all seinen positiven Aspekten. Machen wir uns noch mal klar,

dass die Hilfe, die wir und unser kleines Baby jetzt brauchen hier zu finden ist,

und NUR hier.

Eine Hausgeburt, all die Dinge, die wir eigentlich geplant und erträumt hatten ,

die liegen ja längst nicht mehr im Bereich des Machbaren.

Entlassen wir sie. Und sagen wir dem Krankenhaus ,mal "Danke".

Kein Strohbett auf dem wir liegen. Keine hilflosen Personen um uns herum.

Sondern alles, was Fortschritt und Technik und Medizin für uns bereithalten,

das nehmen wir heute mal als Geschenk entgegen.

Auch , wenn´s schwer fällt, sagen wir bitte mal Danke dafür.

Versuchen wir, diese Dankbarkeit mal in uns hochkommen zu lassen.

Damit unser neues inneres Bild an eine möglichst kraftvolle Emotion gekoppelt ist.

Wir wissen ja: Je traumatischer die Erinnerung, desto wichtiger das Dankeschön.


Es ist ein Trick.

Kein Zugeständnis.

Nur ein Mittel zum Zweck: zu unseren Zwecken.


Sagen wir Dankeschön.

Und wenn wir es wirklich laut aussprechen, dann wird es noch leichter gehen.


Söhnen wir uns aus mit jedem Arzt, jeder Hebamme,

mit jedem Raum, OP, jedem Instrument,

welches an diesem Tag nur in unseren Diensten stand.

Sagen wir Danke.


Üben wir diese Dankbarkeit. Das dauert vielleicht einige Zeit.

Vielleicht haben wir tatsächlich einen Teddy übrig zuhause.

Oder eines der zig Stofftierchen, die überall herumfliegen.

Stibitzen wir doch eines davon.

Und lassen es nun Stellvertreter sein für unseren Schnitt,

dem Schnitt der eines kleinen Kaisers würdig ist.

Oder einer kleinen Kaiserin.

Und den holen wir ins Schlafzimmer, damit wir ihn in unserer Nähe behalten können.

Damit wir unsere Gefühle zu ihm heilen können.


Nehmen wir ihn in die Arme und sagen:

Ja Danke- du hast uns alle gerettet.


Arbeiten wir solange mit ihm,

bis unsere Emotionen zu ihm immer aufrechter werden.

Das geht wie von selbst.

Da müssen wir um Grunde nicht wirklich viel dazu tun.

Es ist wirklich nicht so, dass die Dinge,

die wir als besonders schwerwiegend empfinden,

auch eine "Riesenarbeit" machen.

Das ist das Schöne an der inneren Arbeit.

Sie wirkt immer.

Und immer auch im Kleinen.

Am richtigsten ist es, wenn es uns klein vorkommt und vollkommen unspektakulär.



Holen wir ihn - einfach- zurück in unsere Herzen.


Den Schnitt für unseren kleinen Kaiser oder unsere kleine Kaiserin.



Lieber Morgengruß

Biggi



~~~~~~~~~~~~~~~~





Birgit Zart

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Die Fruchtbarkeitsmassage- das Original nach Birgit Zart
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  #3  
Alt 14.08.2010, 11:29
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Biggi Biggi ist offline
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Standard Teil Drei

" Kaiserschnitt-auch ein transgenerationales Problem"

Hallo, meine Lieben,

es geht noch ein wenig weiter:


Ein Kaiserschnitt ist ein Geburtstrauma.

So, oder so.


Das Geburtstrauma ist eine eigene Arbeit in der Psychotherapie.

Und sie ist wichtig.

Denn ein Geburtstrauma ist immer auch transgenerational.


Das bedeutet:

Ein Geburtstrauma ist "ererbt" in dem Sinne,

dass Ängste und Gefühlsverletzungen unserer Mütter und Urmütter,

wenn sie denn vorhanden waren,

immer auch in unseren Emotionen gespeichert sind.

Und wie diese weitervererben.


Erlebten wir also während unserer eigenen Geburt ein Trauma,

hatten wir unter der Geburt zum Beispiel Angst,

hatten unsere Mütter Angst, oder haben wir aufgegeben,

ist irgendjemand während der Geburt falsch mit uns umgegangen,

hat man uns von unserer Mutter getrennt,

dann wird sich dies auf unser ganzes Leben auswirken.

Gemütshaltung, Körperhaltung, Gefühlsleben und - Erleben,

Beziehungsfähigkeit, Sinnlichkeit, vieles in uns drückt dieses Trauma dann aus.

Wir tragen es mit uns herum.

Und werden auch oft krank daran. Das ist ein riesiger Symptomenkomplex.

Angstzustände aller Art, vegetative Dystonie, Lungenprobleme aller Art,

Verdauungsprobleme, Angst vorm Dunkeln, Allergien, Migräne

sind nur einige der wahrscheinlichsten davon.


Ja, und wir vererben dies dann auch an unsere Kinder weiter.


Das dürfte als Grund ausreichen, auch diesen transgenerationalen Aspekt angehen zu wollen.


Eine Frau sagte einmal in einem Seminar z mir:

"Aus dieser Sicht ist die Verantwortung heute größer, als früher".

Und da ist viel Wahres dran.

Sehr viel.

Dies soll auch keine Angst machen.


Von Anfang an ging es mir darum,

einen Ausweg zusammen zu stellen.

Einen Ausweg aus unserem Kaiserschnitt-Trauma,

und auch aus dem Geburtstrauma an sich,

von dem der Kaiserschnitt ja nur eine von vielen Varianten ist.


Es gibt heutzutage einige Therapieformen, die dies können.

Die Hypnose, das systemische Aufstellen, das Rebirthing, und wohl einige mehr.

Auf jeden Fall aber die Emotionalkörper-Therapie.


Aber das ist nur das Luxusschiff.

Jeder Mensch kann das auch allein tun.


Dafür gehen wir diesmal zurück zu unseren eigenen Wurzeln.


Gehen zurück zu unserer eigenen Geburt.

Wir stellen uns als die erwachsene Frau, die wir sind,

direkt neben unsere Mutter im Kreissaal,

oder dorthin eben, wo wir geboren wurden.

Und wir sind Freundin und Beschützerin unserer Mutter und ihrem Kind,

welches wir ja selbst einmal waren.

Gerne können wir uns Hilfe holen, ganz nach Geschmack und Vorlieben.

Vielleicht stellen wir für jeden noch einen Schutzengel hinzu.

Lassen wir unserer Fantasie und unserem Sicherheitsbedürfnis

vollkommen freie Bahn und kreieren wir eine Lieblingssituation für uns.


Es ist nicht wichtig, genaueres über unsere tatsächliche Geburt zu wissen.

Wichtiger ist hier wieder, zu schauen, was wir denn auf unseren Festplatten

zu diesem Erlebnis gespeichert haben.


Spielen wir dieses Programm also ab,

und stehen wir gleichzeitig als Beschützer neben uns selbst.

Von hieraus können - und sollen - wir, beliebig eingreifen.


Erklären wir dem kleinen Baby, dass es nun geboren werden soll.

Machen wir ihm Mut. Fragen wir, wie es ihm geht.

Sagen wir, dass wir ihm beistehen, dass es niemals alleine sein wird,

und dass am anderen Ende des engen Tunnels Mama und Papa warten

und es sehr, sehr lieben.


Vielleicht beobachten wir jetzt einige Dinge.

Die Kopfhaltung kann sich verändern, ja auch unsere reale Kopfhaltung,

wenn der Kopf des Kindes in den Geburtskanal eintritt.

Vielleicht bekommen wir Atemnot, weil der Tunnel so eng ist.

Vielleicht wird uns schlecht, oder wir bekommen das Gefühl,

wir machten uns gleich " in die Hose".

Vielleicht bekommen wir Kopfschmerzen von all dem Druck.

Vielleicht tun uns die Schultern weh, fühlen sich wie ausgerenkt,

in diesem engen Kanal hier!

Vielleicht werden wir ungeduldig.

Vielleicht denken wir, Das schaffen wir nie!

Vielleicht hören wir die Menschen außerhalb des heiligen Bauchraumes

unangenehme Dinge sagen, die unserer Mutter Angst machen. Und so auch uns.

Vielleicht geben wir auf,

glauben wir, dass wir das nie schaffen, diesen Tunnel jemals zu durchqueren.

Drehen wir uns ein wenig,

schauen wir, ob es hier irgendwo heller wird.

Und bewegen wir uns auf das Licht zu,

auch wenn es anfangs vielleicht nur ganz schwach ist.

Eine kleine Dämmerung vielleicht nur.

Kann sein, wir haben Angst, zu Fallen.

Kann sein, unsere Augen fangen tierisch an zu brennen,

weil da irgendjemand Augentropfen hinein getan hat.

Kann sein, wir haben wider das Gefühl zu fallen,

weil und jemand schüttelt,

weil uns jemand kopfüber hält,

oder einfach nur zu schnell bewegt.

Kann sein, wir bekommen keine Luft mehr,

weil jemand unsere Atemwege frei saugen will.

Kann sein wir frieren, so ganz tief von innen heraus,

kann sein, wir sind geblendet, weil alles viel zu hell ist um uns herum,

nachdem wir ja monatelang in dem wundervoll warmen und gedämpften Licht sein durften.


Kann sein, unsere Mama nimmt uns nicht sofort in den Arm.

Kann sein,

wir dürfen nicht innerhalb ihres schützenden energetischen Feldes verbleiben,

wo wir hingehören und bleiben wollen und müssen.


Kann sein, dass uns diese Entfernung aus unserem mütterlichen

Energie- und Lebensfeld uns lähmt,

unseren Willen bricht,

uns verunsichert.

Und zwar nicht nur jetzt, sondern für das ganze spätere Leben.


Meine lieben Frauen,

dies sind die wichtigsten Varianten eines Geburtstraumas,

denen ich in der täglichen Praxis so begegne.

Es sind viele.

Und wir dürfen uns nun fragen, wie wenige Menschen es geben mag,

die KEIN Geburtstrauma haben.

Es sind wenige, das könnt ihr mir glauben.


Dies soll uns aber nicht zum Opfer machen.

Dies soll uns nicht hadern lassen.


Nach wie vor ist dieser zauberhafte Tanz der Emotionen

zwischen Mutter und Kind nie wieder so zerbrechlich

wie unter der Geburt eines Kindes.


Es gibt immer wieder Situationen, die sind schlichtweg überflüssig.

Hier fehlt es Ärzten und Geburtspersonal einfach noch an Wissen.


Allein die Hebammen tragen dies, wenn sie gut und bewusst arbeiten,

in ihren Herzen, und bauen dann einen Schutz auf,

den Mutter und Kind bei einer Geburt nun einmal dringend benötigen.

Dies ist ihre Berufstradition.


Es fehlt hier an Aufklärungsarbeit noch und nöcher!


Wir selbst aber können etwas tun, wir können sogar viel tun.

Denn wir tragen als Mütter immer auch die Fähigkeit in uns,

dieses Trauma zu heilen.

Und wieder ist diese Heilung leicht und unspektakulär.


Wir stellen uns als erwachsene Frau neben uns selbst als Baby unter der Geburt.

Das ist auch eine Heilung unseres inneren Kindes.

Der Trick ist hier: einfach alles zu erklären.

Wir können sagen, dass das alles ganz normal ist,

das gehört zu einer Geburt dazu.

Wir können während der ganzen Geburt das Baby in unsere mütterlichen Arme nehmen,

auch schon im Geburtskanal, dafür Sorge tragen,

dass es sich die ganze Zeit über "getragen" fühlt,

und vor allem heimisch, sicher und von mütterlichem Schutz umgeben.


Was immer sich auch an Bildern einstellen mag,

wir selbst sind der Beistand.

Und ihr werden sehen,

die Babys beruhigen sich sofort, wenn wir nur erklären,

dass Mama es weiterhin liebt,

auch wenn es gleich nach der Geburt nicht auf Mamas schönen warmen Wasserbettbauch kann.

Wir können ihm erklären, dass Mama erst selbst versorgt werden muss,

dass Mama gerade schläft, und gerade nicht kann,

aber doch so gerne da sein würde.


Das Erklären ist es.

Weiter nichts.

Nur diese Versicherung, dass alles gut ist und notwendig,

und dass das Band zwischen Mutter und Kind da ist,

auch wenn es sich einen kurzen Augenblick nur, nicht so anfühlen mag.


Es ist wirklich so einfach.


So gesehen würde es vollkommen ausreichen,

wenn Ärzte, Hebammen und Schwestern einfach nur mit dem Kind reden würden,

ihm alles erklären würden.

Dann würden weiterhin alles notwendige getan werden,

OHNE dass dies zu einem traumatischen Erlebnis werden muss.


Noch sind wir nicht soweit.

Doch ich habe große Hoffnung, dass es besser wird.


Und die ersten Schritte, die jetzt gegangen werden,

die gehen von genau unserer Generation aus.


Wir gehen in unsere Vergangenheit,

In unsere eigene Geburt und erklären, stehen bei.


Somit stellen wir sicher, dass unsere emotionalen Wurzeln

im Geburtserlebnis frei sind von verletzten Gefühlen.


Und somit stellen wir sicher, dass auch unsere Kinder frei sein können

von diesen Geburtstraumen.


Eine zeitgemäße Verantwortung für die zeitgemäßen Mütter unserer Generation.

Sie macht jede einzelne zu einer wahren Heilerin,

die in jeder von uns steckt.

Sie ist ganz leicht zu handhaben.

Und schafft doch so viel Wunderbares!


Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei,

Heike und ich stehen euch gerne beiseite,

für diesen Weg und für alle Fragen ,

die nun auftauchen mögen.


Lieber Gruß

Biggi


Birgit Zart

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  #4  
Alt 13.09.2010, 17:25
Sabrina träumt Sabrina träumt ist offline
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Standard

Liebe Biggi,

danke für diese Worte. Ich habe sie herausgekramt und werde sie nochmal in Ruhe auf mich wirken lassen. Jetzt gerade passen sie total gut. Und wer weiß, vielleicht war das der letzte Anstupser, den ich brauchte, um mich auf die Reise in die Vergangenheit zu machen.

Genießt weiterhin Portugal!

Liebe Grüße

Sabrina
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  #5  
Alt 28.09.2012, 11:07
Jule71 Jule71 ist offline
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Beiträge: 78
Standard 3 Kaiserschnitte

haben einiges in mir hinterlassen, und da ich gerade Deine Worte dazu gelesen habe, spuere ich das Beduerfnis, mich darueber mitzuteilen und meine moeglichen Blockaden aufzuspueren. Bin ich damit richtig hier ?
ich muss in Gedanken an alle meine Kaiserschnitte immer wieder weinen, weil ich das Gefuehl der hilflosigkeit in dieser Situation so schwer ertragen kann und mich selbst zum Schutz irgendwie von meinem Koerper geloest habe und das ganze aus sicherer Distanz beobachtet ( sozusagen). Dadurch spuere ich aber - bis heute - eine gewisse Distanz zu meinen Kindern, die mich so unglaublich traurig macht, weil ich sie mehr liebe als alles andere und stets das Gefuehl habe, es ihnen nicht mitteilen zu koennen. An diesem "Liebesstau" in mir wiederum scheine ich langsam zu ersticken.
Liebe Gruesse,
Jutta
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  #6  
Alt 28.09.2012, 11:40
Benutzerbild von Claudia M.
Claudia M. Claudia M. ist offline
Gummibärchens Mama
 
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Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 2.586
Standard Liebe Jutta,

dich so zu lesen, zerreißt mir fast das Herz.
Ich selbst hatte zwei Kaiserschnitte, einen Not-KS, einen geplanten, der sich als richtig erwies, da der Zwerg schlussendlich in Beckenendlage saß (am Tag zuvor lag er quer), und mir auch im Nachgang die Hebamme bestätigte, dass aufgrund meines doch recht engen Beckens und der großen Köpfchen der Kinder das Verhältnis nicht passte und wohl auch nie passen würde.

Ich liebe meine Kinder abgöttisch und weiß, dass mir diese OPs überhaupt nichts an Liebe weggenommen haben. Unser Band ist so eng, wie ich denke, dass es auch mit normalen Geburten nicht enger sein würde.

Deshalb finde ich es so traurig, dass es dir damit so geht und du offensichtlich eine Art Trauma von den OPs davongetragen hast.

Liebe Jutta, ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du die Geschehnisse aufarbeiten kannst und deinen Frieden damit machen kannst.

Darf ich fragen, was für Gedanken du dabei hast, was du fühlst, was da dazwischen steht? Schuldgefühle? Bitte, ich hoffe, dir damit nicht zu nahe zu treten. Ich frage aus echtem Interesse.

Ich grüße dich lieb

Claudia
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  #7  
Alt 28.09.2012, 12:08
Jule71 Jule71 ist offline
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Ort: Hessen
Beiträge: 78
Standard Hallo

leider nur kurz, weil ich die Kinder abholen muss.
Ich habe bei Kaiserschnitt 2+3 das Gefuehl, am Anfang ausschliesslich mit mir selbst beschaeftigt gewesen zu sein, meinen Schmerzen, unter denen ich fuerchterlich gelitten habe, meiner Heilung. Da war irgendwie kaum Platz fuer das Kind. Von meinem 2. Sohn war ich dann auch direkt 7 Tage getrennt, weil er auf die Kinderintensiv kam und ich gar nicht recht emotionen fuer ihn zulassen wollte ( falls er denn stirbt) und bei Nr.3 waren es mehr die starken Schmerzen und er hat sowieso fast nur geschlafen. Deshalb fuehle ich mich schuldig, weil ich mich nicht in der wichtigen Anfangszeit um sie gekuemmert habe.
Nur den ersten Kaiserschnitt habe ich gut in Erinnerung, wenn ich nicht konnte, war stets mein Mann fuer den Kleinen da ( ging bei Nr.2+3 nicht mehr), und mein Verhaeltnis zu ihm ist sehr innig. Dort hatte ich auch "uebertragen" und war bereit, ihn" herzugeben", die anderen beiden wurden bei 37+0 geholz und irgendwie habe ich mich noch Wochen nach der Geburt schwanger gefuehlt, weil mein Koerper dafuer eben noch nicht bereit war.
Liebe Gruesse
Jutta
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  #8  
Alt 28.09.2012, 23:58
Susie Susie ist offline
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Liebe Jule,
zu erst einmal, ja, Du bist hier richtig. Du hast den Mut in Dir gefunden, ein Stückchen Dich näher kennen lernen zu wollen und die Liebesbeziehung zu Deinen Kindern zu vertiefen.
Da kann die EmotionalKörper-Therapie Dir eine große Hilfe sein.

Du schreibst "weil ich das Gefühl der Hilflosigkeit so schwer ertragen kann"..........
Nun bitte ich Dich, gerade dort, gerade wo es am meisten weh tut, gerade da, wo die Tränen kommen, hin zu schauen.

Am besten Du findest eine ruhige Minute, ein stilles Plätzchen und kannst es Dir so weit gemütlich machen, dass Du entspannt sitzt oder liegst. Dann atme in Dich hinein und bitte um Hilfe. Denk einfach den Satz "ich bitte um Hilfe". Und dann sage, wenn Du kannst laut, "Meine Hilflosigkeit, ich begrüße Dich". Sie wird sich Dir zeigen - und die Tränen werden rollen. Lass es eine Weile zu. Dann sage laut "Meine Hilflosigkeit, ich spüre Dich" und spüre und fühle in Deinen Körper hinein. Wo wohnt Deine Hilflosigkeit?
Hat sie eine Form, Farbe, Gesicht, oder ist es ein Druck, Brennen.........?
Der nächste Satz mag Dir schwerfallen, aber wenn Du die Auswirkung dieses Satzes spürst, wirst Du wissen, warum Du ihn sagen sollst. "Meine Hilflosigkeit, ich danke Dir, dass Du Dich mir zeigst". Bleibe in Deinem Körper und nimm wahr, was geschiet.
Einfach nur WAHRNEHMEN, nicht werten. Und lass Dir dabei Zeit, so viel Du brauchst.
Dann sage "Meine Hilflosigkeit, ich nehme Dich in Liebe an". Und wieder, nimm wahr was in Deinem Körper geschiet.
Hier geht die EKT noch einen Schritt weiter, aber dies soll als Einstieg erst einmal genug sein. Du wirst so erfahren können, dass Du einen Einfluss auf Deine Gefühle haben kannst.
Oft breitet sich bei "ich nehme Dich in Liebe an" Wärme oder Licht oder Entspannung oder eine Farbe oder ein Gefühl des Angenommen-seins aus. Genieße was immer sich Angenehmes in Dir ausbreitet.
Damit möchte ich Dich erst einmal lassen, wenn Du magst, schreib uns über Deine Erfahrungen, oder schreib mir persönlich.
Ich freue mich sehr, dass Du Dich hier gemeldet hast.
Lieben Gruß,
Susanna
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  #9  
Alt 23.10.2012, 23:13
Jule71 Jule71 ist offline
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Hallo,
ich wollte mich nur kurz melden und fuer die tolle ausfuehrliche Beschreibung danken. Ich warte gerade auf meine zweite Zyklushaelfte, weil ich anscheinend nur n dieser mich emotional wirklich oeffnen kann und es auch nur dann versuchen will.
Nachdem ich hier gelesen und geschrieben habe, sind schon viele Traenen geflossen und erste kleine Staudaemme gebrochen. Soviel Emotionalitaet laesst sich aber nur stueckchenweise in einem Haushalt mit 3 Kindern unterbringen, zu oft muss ich eben einfach funktionieren.
Ich werde berichten, wenn ich damit weitergekommen bin,
lG
Jutta
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  #10  
Alt 15.01.2013, 20:10
Jule71 Jule71 ist offline
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Standard Es geht weiter

Hallo Ihr Lieben,
nachdem ich versucht habe, meine 3KS besser anzunehmen und auf einem guten Weg war/bin ist es passiert : ich bin wieder ss geworden.
Mittlerweile bin ichin der 15. SSW, also noch weit entfernt vom nächsten KS, aber nahe genug dran, um mich teilweise jetzt schon in schlaflosen Nächten davor zu fürchten.
Dieses mal möchte ich endlich selbst bestimmen, was ich akzeptiere und was nicht, möchte nich wieder ewig ein Trauma mit mir rumschleppen. Und weiss nicht, wie ich es anpacken kann/soll. Wie ich mich vorbereiten kann.
Habt Ihr Tipps für mich, wie ich mich evenuell mit der EKT von der Furcht etwas befreien kann.? Sonst ist diese in 29 Wochen hochhausgross...
liebe Grüsse
Jutta
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