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  #21  
Alt 17.12.2013, 10:14
heidi70 heidi70 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 11.04.2010
Ort: Oberbayern
Beiträge: 157
Standard Nachschlag....

Hallo ihr Lieben,
vor einiger Zeit habe ich mich schon einmal mit meiner Wut auseinandergesetzt (siehe alles hier in dem Thread) - und das ganze Thema hat noch einen Teil 2.

Als ich mich im Juli mit dem Thema beschäftigt habe, ging es mir eine ganze Zeit lang sehr viel besser. Ich habe auch meine Schwägerin getroffen, wir haben geredet, und ich konnte das alles viel besser akzeptieren.

Mittlerweile (Mitte November) ist das Kind auf der Welt - und die Wut hat mich wieder mit voller Wucht getroffen. Was für mich sehr hart gewesen ist: das Kind wurde so genannt, wie wir unser Kleines genannt hätten (ob es wirklich so geheißen hätte, weiß ich nicht, aber kennt ihr das, dass man gedanklich schon mit einem Namen spielt, und das dann irgendwie der Name wird....?).
Ich habe den Neffen noch nicht gesehen - das wird erst an Weihnachten passieren. Ich habe auch noch kaum Bilder oder so bekommen - das alles ist sehr weit weg für mich momentan. Trotzdem: sobald ich daran denke, dass ich dem Kind demnächst begegnen muss, sträubt sich in mir alles mit Händen und Füssen. Ich habe sehr negative Gedanken dazu, mein Bauch verkrampft sich, und ich kann mich darüber überhaupt nicht freuen (dass es einen neuen Neffen gibt).
Mit meinem Wut-Bild (dem schwarzen Spiderman-Anzug) komme ich da momentan auch nicht weiter. Daher meine Frage an euch: wie kann ich damit gut umgehen? Wie werde ich diese negativen Gedanken los? Ich will ja dem Kind nichts böses - es kann schließlich nichts dafür, dass seine Eltern beschlossen haben, es noch mal zu probieren.
Kann mir hier jemand einen Tipp geben? Gibt es einen inneren Dialog, ein Bild, was mir weiterhelfen kann?
(Wahrscheinlich hilft nichts anderes als einfach die Konfrontations-Therapie: Augen zu, und durch - also: hinfahren, das Kind anschauen, und sehen was passiert, oder?)
Ich bin gespannt, ob es noch Ideen gibt!
Liebe Grüße
Heidi

Du kannst die Wellen nicht anhalten, aber Du kannst lernen, auf Ihnen zu reiten!
Mit meinem Krümelchen fest im Herzen (*12.02.2013, 10. SSW)
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  #22  
Alt 22.12.2013, 10:49
Susie Susie ist offline
Moderatorin
 
Registriert seit: 27.01.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 132
Standard

Liebe Heidi,

genau. Aber dann doch ganz anders.

Also,

(Wahrscheinlich hilft nichts anderes als einfach die Konfrontations-Therapie: Augen zu, und durch - also: hinfahren, das Kind anschauen, und sehen was passiert, oder?)

das kannst Du schon mal heute in Deinen Gedanken und Bildern tun.

Wie üblich, setz Dich in ein ruhiges Plätzchen, atme langsamer und tiefer, bis Du bei Dir angekommen bist, bitte um Hilfe und dann sage am besten laut "Mein neuer Neffe, ich begrüße Dich" und dann bleib einfach nur bei Dir.
Nun kann es sein, dass gleich die Tränen kommen, es kann aber auch sein, dass die Wut sich meldet, oder es kann auch sein, dass Du innerlich einen kleinen Jungen siehst.
Was immer sich meldet, begrüße es und bleib in der Aufmerksamkeit. Einfach nur dadurch, dass Du es BEWUSST wahrnimmst, wird es sich verändern.

Irgendwann wirst Du innerlich Deinen neuen Neffen sehen können. Dann begrüße ihn,- Pause -, dann danke ihm dass er auf diese Welt gekommen ist,- Pause -, dann sag ihm, dass Du ihn lieb hast -, Pause -, und dann frag ihn innerlich "Mein Neffe, kann ich etwas für Dich tun?"
Sei aufmerksam für seine Antworten und falls er sich etwas von Dir wünscht, gib es ihm gleich in Deiner Vorstellung.

Ich kann Dir schon jetzt verraten, dass sich Deine innere Haltung dieser Seele gegenüber verändern wird.

Dir noch einen besinnlichen 4. Advent,
Susie

Dr. med. Susanna Lübcke
http://www.emotionalkoerpertherapie.de/
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  #23  
Alt 02.01.2014, 11:52
heidi70 heidi70 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 11.04.2010
Ort: Oberbayern
Beiträge: 157
Standard Danke

Liebe Susie,
ich möchte nicht versäumen, mich noch für deine Tipps zu bedanken!
Ich habe mich sehr bemüht, mich vorab schon in Gedanken mit dem Neffen auseinander zu setzen, und ihm positives zu sagen. Ich muss gestehen, mir ist das sehr schwer gefallen, aber je öfter ich mir diese Sätze immer wieder wiederholt habe, desto leichter sind sie mir in Gedanken von den Lippen gegangen. Zumindest hat mir das geholfen, auch liebevolle Worte in die Karte zu schreiben, die wir dem WEihnachtsgeschenk beigelegt haben.

Was ist nun passiert? Den Besuch hatten wir zweigeteilt - erst am Abend nach Ankunft kurz vorbeischauen, und dann am nächsten Tag zum Mittagessen vorbeikommen. Der Abend war schlimm - ich war total erstarrt, wie ein Eisklotz - ich habe mich gefühlt, als dürfte ich überhaupt keine Gefühle zeigen, weil ich sonst auseinander falle. Dementsprechend war ich ziemlich unterkühlt, und rational. Meine Schwägerin hat das auch mitbekommen, und hat sich dann ziemlich schnell mit dem KLeinen verzogen. Dabei wollte ich doch einfach nur den Kleinen anschauen, sehen, was bei mir passiert, abwarten....

Letztlich hat es mir dann leid getan, dass ich mit meinem Verhalten auch meine Schwägerin verletzt habe. Aber gut, dass wir noch eine zweite Chance am nächsten Tag hatten. Da bin ich dann aktiver gewesen, weil ich wußte, dass ich nicht auseinanderfalle, wenn ich in Kontakt mit der Familie komme. Und ich habe darum gebeten, den Kleinen mal halten zu dürfen - was ich natürlich sehr gerne durfte.

Was soll ich sagen? der KLeine hat dann irgendwann die Augen aufgemacht, und mich ganz intensiv gemustert. Und dann angefangen zu lächeln. Wie kann ich ihm dann noch böse sein?
Mir ist durch den Kopf gegangen, dass dieses Wut-Gefühl und das ganze negative vor allem auch die Angst war, dass zum einen die Trauer um mein eigenes Kind wieder total hervorbricht, wenn ich den Neffen sehe. Zum anderen hatte ich große Angst, dass ich in dem Kind eventuell sogar mein Kind wiedererkenne - schließlich war ja von Anfang an der Gedanke in meinem Kopf "sie hat mir mein Seelchen gestohlen" - und dann hat das Kind noch den Namen bekommen, den ich mit meinem Krümelchen verbunden hatte.
Ich bin unendlich erleichtert, dass dieses Kind nicht mein Kind ist! Und mit so nichts "gestohlen" wurde. DAs hat er mir durch sein Lächeln zu verstehen gegeben. Und mir damit auch zu verstehen gegeben: sei nicht traurig, deinem Krümelchen geht es gut, und es "gehört" auch ganz allein nur euch...

Und letztlich hat es mir sehr gut getan zu sehen, dass die beiden älteren Geschwister so liebevoll mit dem KLeinen umgehen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sich Geschwister über ein neues Kind in der Familie freuen könnten.... wahrscheinlich steckt in mir da irgendein alter Knacks drin, dass eine Familie nur mit 2 Kindern intakt sein kann.... aber das ist ein anderes Thema.
Umso schöner, dass jetzt in dieser Familie alles so harmonisch zu sein scheint.

Zumindest bin ich so jetzt einen großen Schritt weitergekommen auf meinem eigenen Weg, habe wieder viel über mich gelernt, und hoffe, dass damit nun ein paar alte Knoten gelöst wurden.
Danke dir, Susie, für diese wertvolle Begleitung auf diesem Weg!

Ein Gutes Neues Jahr, mit ganz viel Hoffnung und Zuversicht für euch alle!
Heidi

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