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  #1  
Alt 22.02.2011, 00:56
Ernestine Ernestine ist offline
Schneeleopardin :-)
 
Registriert seit: 22.01.2010
Beiträge: 1.889
Frage Unterschied Ausland/Deutschland - IVF/ICSI

Hallo Ihr Lieben,

ich bin schon ganz zerwirrt vom vielen Lesen...
und dachte, ich frag mal nach, denn einige von Euch, haben sich da ja schon mehr mit beschäftigt:

1. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wirbt Österreich damit, dass sie einen selektiven Blastozysten-Transfer machen können, während in Deutschland nur max. 3 der im VORKERNSTADIUM selektierten Eizellen zu Blastos weiterentwickelt werden dürfen...diese müssten dann in der Tat auch alle eingesetzt werden...(wenn sie alle "überleben")
Der Qualitätsunterschied soll darin bestehen, dass man je später je besser entscheiden kann, welche der befruchteten EZ tatsächlich lebensfähig wäre...

Habe ich das so richtig verstanden?

2. Dann meine ich bei Breitenbach (?) gelesen zu haben, dass man in Bayern und Ba-Wü aber mittlerweile auch selektiven Blastotransfer macht und das EmbryonenSchuGesetzt weiter auslege als im übrigen Deutschland...
Ihr lieben Bayerinnen und Ba-Wübergerinnen Stümmt das so?

3. Und dann noch eine Frage: die lieben Statistiken...
auf den Österreich-Seiten klingt das alles ja sehr erfolgreich, (fällt da jetzt gerade auch kein besseres Wort ein)...*sogernglaubenwill*
Liest man auf deutschen Seiten, dann sollen die Erfolgsraten, nämlich die echten Geburtstraten wiederum angeblich gar nicht so signifikant unterschiedlich sein?? *verwirrtbin*

Und wenn Punkt 1 tatsächlich so stimmt, dann müssten doch die Geburtenraten tatsächlich höher sein?
Oder nicht?
Oder doch???

Ich weiß, das hier ist jetzt ein sehr technischer Fred - aber ich versuche gerade erstmal ein paar Dinge grundsätzlich irgendwie zu kapieren...

Danke für´s Folgen meiner etwas zerwirrten Ordnungsversuche...


Lieben Gruß

Geändert von Ernestine (22.02.2011 um 21:30 Uhr). Grund: Themenerweiterung :-)
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  #2  
Alt 22.02.2011, 02:20
Benutzerbild von Hannerl
Hannerl Hannerl ist offline
ist bereit
 
Registriert seit: 30.09.2009
Beiträge: 1.323
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Hei Stine,
eine super Fred! Bin schon auf Antworten gespannt.
Zu 2: Ja, die Bayern sind mal nicht ganz so konservativ. Hier wird das Embryonenschutzgesetz so ausgelegt, dass man bis zu 6 befruchtete Eizellen weiterkultivieren kann. Klick

So, mehr geht heute nacht nimmer bei mir,
liebe Grüße Hannerl

Da werden Hände sein, die euch tragen und Arme, in denen ihr sicher seid und Menschen, die euch ohne Fragen zeigen, dass ihr willkommen seid.
Alles Liebe, eure Mama



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  #3  
Alt 22.02.2011, 10:06
Ernestine Ernestine ist offline
Schneeleopardin :-)
 
Registriert seit: 22.01.2010
Beiträge: 1.889
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Guten Morgen,

Hannerl, super, vielen Dank schonmal.
Ich hoffe, hier noch ein bißchen mehr Licht in´s Dunkel zu bekommen... will das Thema nämlich grundsätzlich mit unserer derzeitigen Klinik mal besprechen - und möchte mich gerne ein bißchen vorbereiten und mit Informationen "wappnen"...


Lieben Gruß
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  #4  
Alt 22.02.2011, 13:15
Gabi1978 Gabi1978 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 05.10.2010
Ort: NRW
Beiträge: 408
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Hallo Stine,

leider kann ich keine Antworten auf deine Fragen liefern, aber ich bin schon sehr auf die Erfahrungsberichte der Österinnen gespannt.

Ich meine deine Vermutung zu Frage 1 stimmt. Meine es mal in einem Beitrag bei ZDF (darf man das nennen?) gesehen zu haben, weiß bloß nicht, ob es in Ö war. Der Titel war: Um jeden Preis ein Kind. (oder so ähnlich, kann man in der Mediathek auf der Website sich mal ansehen). Ich habe den Beitrag nur flüchtig verfolgt. Was bin ich bloß für eine Kinderwunschmama??? Mein Mann hat das dann bei der Ärztin in unserem Kiwuz angesprochen und die Ärztin sagte auch, dass es im Ausland anders und sogar besser gehandhabt wird. Sie hat etwas von Kliniken in Belgien erzählt. In Deutschland sind wir mit dem Embryonenschutzgesetz deutlich eingschränkter. Leider.

Auf die Antworten zu den Statistiken bin ich aber sehr gespannt.

Viele Grüße
Gabi
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  #5  
Alt 22.02.2011, 14:59
Ernestine Ernestine ist offline
Schneeleopardin :-)
 
Registriert seit: 22.01.2010
Beiträge: 1.889
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Hi Gabi,

über Belgien habe ich das auch schon gehört, ebenfalls über Holland - was ja für alle, die nördlich des Bayern-Äquators wohnen, leichter erreichbar wäre.
Allerdings ist es viel schwieriger Informationen im Netz zu finden - offenbar ist man dort nicht so auf ausländische Paare eingestellt?
Für Holland ist mir noch nicht gelungen, Informationen zu finden.
Lediglich in Brüssel (Belgien) habe ich eine Klinik gefunden, bislang, die sich auch auf ausländische Paare einstellt, inwieweit aber diese selektive Blastozystentransfers machen, habe ich auf der Seite noch nicht gefunden.

IVF/ICSI Brüssel

In ihren Statistiken wirken sie zumindest recht offen, differenzieren nach Alter und Behandlung, geben in ihrer Graphik die Geburtenraten von Transfer 1 - Transfer 4 an (kumuliert)

http://www.brusselsivf.be/p_6782.htm


Lieben Gruß
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  #6  
Alt 22.02.2011, 16:02
Ernestine Ernestine ist offline
Schneeleopardin :-)
 
Registriert seit: 22.01.2010
Beiträge: 1.889
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Ich schon wieder...

Ich habe eine Seite gefunden des Bundesverbands Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e. V.

Dort wird einiges an Fragen beantwortet - bliebe halt die Frage wie objektiv die Beantwortung ist, schließlich gibt es da ja irgendwie einen Interessenkonflikt, oder?
Jedenfalls wird dort einiges deutlich relativiert - wie das aber zu bewerten ist, weiß ich jetzt auch nicht...
Informativ ist die Seite aber sicherlich.

Link nochmal geändert, da in diesem Artikel die Inhalte der Seite auch enthalten sind:

Warum deutsche Paare ins Ausland fahren


Lieben Gruß

Geändert von Ernestine (22.02.2011 um 16:10 Uhr).
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  #7  
Alt 22.02.2011, 17:22
kati2803
Gast
 
Beiträge: n/a
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Liebe Stine,
auch ich habe mich immer wieder mit dem Thema Ausland auseinandergesetzt.
Ich schrieb schon mal im Auslands- Thread von Dagmar vor einiger Zeit, dass der Gyn meiner Freundin (3 erfolglose ICSIS) ihr Brüssel sehr ans Herz gelegt hatte, er selbst war dort mit seiner Frau nach 5 vergeblichen ICSIS in Deutschland beim ersten Versuch schwanger geworden und beim Geschwisterchen im zweiten Versuch.

Sie sind wohl gut auf ausländische Paare eingestellt; Gespräche laufen alle auf Englisch. Wir haben schon gelacht und gesagt, dass wir direkt schauen müssen, was Gebärmutterschleimhaut auf Englisch heißt.

Für mich wäre es eine Option mit Brüssel (gewesen?)... hoffe natürlich im Moment sehr, dass ich das nicht mehr brauche!

Auf die Erfahrungen unserer ÖsterreicherInnen bin ich auch sehr gespannt


Alles Liebe
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  #8  
Alt 22.02.2011, 19:28
Benutzerbild von Anne68
Anne68 Anne68 ist offline
...hofft weiter...
 
Registriert seit: 25.04.2009
Beiträge: 1.332
Standard Interessant

Ihr Lieben!
Nur mal schnell ein paar Gedanken dazu... Ja, auch ich bin am Überlegen, bzw bekomme immer wieder von Außenstehenden ans Herz gelegt, ins Ausland abzuwandern...

Hab noch diesen Link zu bieten (wohl die Quelle von Stines Link...) und einen O-Ton von meinem KiWu-Doc, dem ich, wie ihr sicher mitgekriegt habt, sehr, sehr vertraue...
Ich hab ihm einiges erzählt, was ich auf den "Auslandsseiten" entdeckt habe, unter anderem Erfolgszahlen, Statistiken usw... Da hat er mich ganz entsetzt angesehen und nachgefragt, wo denn das zu lesen sei, ich hab ihm ein paar Quellen genannt und er meinte kopfschüttelnd: "Das traun sich die im Internet SO zu veröffentlichen? Auf den Ärztekongressen haben sie aber immer gemäßigtere Zahlen dabei! Da sind ja auch alle vom Fach..."

Also: Papier und WWW sind geduldig

Bis zum Frühjahr 2010 konnte ich ja auch sagen: 2 von 3 ICSIs führten zu einem positiven SS-Test. Und das in Deutschland. Einmal ein Blastozystentransfer, einmal nicht. Einmal mit nur einem einzigen Zyklus Pause dazwischen, einmal mit einem ganzen Jahr Pause dazwischen...

Nichtsdestotrotz: Was mich dann immer wieder verführt, DOCH auf Auslandsseiten zu stöbern (und dadurch auch immer wieder mit dem Thema "Ausland" zu liebäugeln...), sind die vielen "positiven" Forums-/Erfahrungsberichte...
Tja, momentan kann ich mich allerdings zu gar nix aufrappeln - weder hier noch im Ausland.

Liebe Stine,
das sind jetzt leider auch keine Antworten auf Deine Fragen.. Trotzdem Danke für den Thread, und vielleicht krieg ich ja hier noch mal den richtigen "Schubs"...
Liebe Grüße
Anne


Ich glaube an Wunder!!!!
Anne mit 4 ****
(2000/2007/2009/2010)

Geändert von Anne68 (22.02.2011 um 20:30 Uhr). Grund: Ergänzung
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  #9  
Alt 22.02.2011, 20:00
editha73 editha73 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 26.11.2008
Ort: Niederösterreich
Beiträge: 50
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Hallo ihr Lieben,

ich kann euch nur von meinen Erfahrungen aus Österreich berichten, da ich ja auch von da bin.
Ich hatte im Vorjahr 2 IVF Versuche, beim 2. mal hats geklappt und ich bin jetzt schanger mit Zwillingen in der 17. Woche.
Bei meinem 1. Versuch wurden mir die Embryos nach 3 Tagen eingesetzt, hab das damals eigentlich gar nicht so hinterfragt aber ich denke es war deshalb weil sich die befruchteten Eizellen sich nach und nach verabschiedet haben und man dann schon Angst hatte dass bis zum 5. Tag keine mehr übrig sind und um doch die Chance zu nutzen hat man sie eben früher eingesetzt. Wie gesagt war dieser Versuch leider erfolglos.
Beim 2. Versuch lief es besser und man wartete bis zum 5. Tag und ich glaub schon dass das den Erfolg ausgemacht hat.

Aber natürlich ist jeder Fall anders und Statistiken sind halt nur Zahlen.
Mir hat man gesagt ich hätte aufgrund meiner Endometriose eine 30% ige Erfolgschance und während der Versuche dachte ich immer was sagen schon solche Zahlen aus?
Es könnte sein das ich beim 1. mal schwanger werde und es könnte genauso sein dass ich nach weissgottwievielen Versuchen noch immer nicht schwanger bin und es vielleicht auch nie sein werde.

Ich hatte wirklich großes Glück dass es so schnell geklappt hat und ich bin auch sehr dankbar dafür.

Ich wünsch euch noch ganz viel Glück
Alles Liebe
Edith
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  #10  
Alt 22.02.2011, 20:15
annette69 annette69 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 30.09.2010
Ort: Hessen
Beiträge: 139
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Hallo Ihr Lieben,

wir waren in Deutschland, Österreich und in der Türkei.

In Deutschland haben wir nur die Voruntersuchungen gemacht. Einen Versuch konnten wir uns in dieser Praxis leider nicht vorstellen. Es ging so unpersönlich zu und ausserdem hatten wir den Eindruck, dass sie nur eines wollten - unser Bares!

Wir sind dann nach Österreich in eine kleinere KIWU gewechselt. Dort hatten wir einen Versuch mit Blastos. Leider war dieser negativ.

Nach diesem Versuch sind wir in die Tuerkei, weil dort das Co-Culture angeboten wird. Der Prof, der übrigens auch eine Klinik in Brüssel hat, entscheidet dort eher nach Alter und Entwicklung der Eizellen. Er bevorzugt bei Älteren Frauen den 3-Tage-Transfer, weil er die Erfahrung gemacht hat, dass die Embryonen sich besser einnisten. Ist man jünger, tendiert auch er zum Blastotransfer.

Leider mussten wir auch dort 3 Versuche machen. Der erste war positiv mit MA in der 8. SSW, der zweite negativ und der dritte im Januar war auch positiv. Ich bin jetzt in der 9. SSW und bin 42 Jahre jung geworden.

Zu den Statistiken: ich geb da nicht viel drauf. Natuerlich möchte sich jeder gut darstellen, aber ich wuerde da hingehen, wo ich mich gut aufgehoben fühle. Das war fuer mich eindeutig die Tuerkei. So gut wurden wir noch nirgends behandelt.

Liebe Gruesse
Annette
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Stichworte
ivf ausland; icsi, ivf österreich

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