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  #21  
Alt 19.11.2008, 00:02
Mareike77 Mareike77 ist offline
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Liebe Martina,
ja, es ist unglaublich. In meinem Krankenhaus wußte auch niemand was. Mein Frauenarzt wußte auch nichts. Mein Abschlussbericht aus dem Krankenhaus war ja sogar falsch: Dort stand Fehlgeburt drauf. Kein Wunder, dass die Sprechstundenhilfe bei Dir auch nichts besser wußte. Ganz schön armseelig. Ich wundere mich, dass denen das so egal ist.

Das hat mich jetzt zu was angespornt: Ich werde jedenfalls meinen Frauenarzt und seine Arzthelferinnen bei meinem nächsten Besuch mal darüber aufklären. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass ich die erste und einzige bin, die ihn das gefragt hat.

Ich finde es so schön, dass Deine Freudin Dir nochmal deutlich gemacht hat, dass Du ja eine Geburt hattest. Ich glaube das wird häufig vergessen. Und die Kinder sind ja wirklich schon echt groß, wenn sie 500 g wiegen. Die Geburt bei mir hat so viel in mir bewirkt und bewegt. Ja, Dein Körper macht jetzt eine Umstellung mit. Und er hat die letzten Monate so wahnsinnig viel gearbeitet. Du hast so viel Ruhe und Entspannung und Zeit für Dich verdient, und Zeit für Deinen Sohn und Deinen Partner. Nimm Dir für Dich und für euch so viel Zeit, wie Du brauchst. Und höre auf Dich und Dein Inneres und lass Dich nicht von außen drängen. Ich glaube es ist eine unglaublich schwere Zeit für Dich. Fühl Dich gedrückt, ich wünsche Dir alles, alles Gute.

Liebe Grüße
Mareike

Mareike

mit Jonte überglücklich im Leben * 07.09.2009,
Luisa und Finas im Herzen *+ 18.06.2008 (23. SSW)
und unserem 3. Sternchen im Herzen +* 04.09.2008 (6. SSW)
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  #22  
Alt 19.11.2008, 23:38
Simon_Birgit Simon_Birgit ist offline
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Liebe martina,

es tut mir auch leid, dass euer Kind gestorben ist.

hier nur eine Ergänzung: Du hast sogar Anspruch auf 18 Wochen Mutterschutz, einmal die 12 Wochen für das zu frühe Zurweltkommen Deines Kindes und dann noch die 6 Wochen, die Dir ab der 34. SSW. zugestanden hätten.

Und es gibt auch einen Urteilsspruch zum Mutterschutz nach Schwangerschaftaabruch aus med. Indikation.
Ich weiß nicht, ob das bei den Links dabei war. Wenn nicht, kann ich gerne danach schauen.

Ja, und es ist sehr ärgerlich, dass viele professionelle immer noch keine Ahnung über die Gestzeslagen haben,

viele GRüße von Birgit
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  #23  
Alt 20.11.2008, 00:01
MartinaR67 MartinaR67 ist offline
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Hallo Birgit,

danke auch dir für die Info. Das mit den insgesamt 18 Wochen habe ich zwar gelesen, war mir aber nicht sicher, ob es wirklich so ist. Dieses "Amtsdeutsch" ist nicht immer so einfach zu verstehen. Jetzt haben mir das aber schon 3 Frauen bestätigt - also wird das wohl von der Krankenkasse (glaub ich) auch so bearbeitet.

Das Urteil mit dem Schwangerschaftsabbruch habe ich irgendwo gelesen, aber auch hier noch etwas Unsicherheit, ob das auch allgemein verbindlich ist. Nachdem das Urteil vom Bundesarbeitsgericht war (Hut ab vor der Frau, die das durchgezogen hat)
trifft es bestimmt auch für mich zu!

Danke nochmal und liebe Grüße

Martina
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  #24  
Alt 20.11.2008, 00:06
Simon_Birgit Simon_Birgit ist offline
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Huch,

sorry, ich hatte eine ganze Seite mit Beiträgen gar nicht gelesen, da stand ja schon alles!

Die Frau, die das Urteil erreicht hat, ist selbst Juristin und hatte daher einfach mehr Hintergrundwissen im juristischen Bereich.

Aber es ist gut, dass dadurch auch für andere Frauen ein Weg geebnet wurde.

Nochmals liebe Grüße von Birgit
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  #25  
Alt 26.11.2008, 16:16
MartinaR67 MartinaR67 ist offline
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Hallo ihr Lieben,

ich habe noch immer keinen endgültigen Bescheid.

Nach Rücksprache mit unserem Personalbüro bin ich für sie ab sofort im Mutterschutz. Sie brauchen "nur noch" die Bestätigung der Krankenkasse!

Nach einem Telefongespräch mit meiner Krankenkasse fehlt noch eine Geburtsbescheinigung der Klinik in München, die bereits vor 1 1/2 Wochen dort angefordert wurde.

Ich habe dort angerufen, und dort weiß niemand etwas von der Anfrage der Krankenkasse. Jetzt habe ich veranlaßt, dass die Krankenkasse nochmals diese Geburtsbescheinigung anfordert. Dieses Mal direkt in der Pränatal-PRAXIS, denn dort habe ich die Auskunft bekommen, dass in der Klinik schon mal was nicht richtig zugeordnet und bearbeitet werden kann.
Langsam mag ich nicht mehr. Wenn ich gewußt hätte, wie "schwierig" das ist, bzw. wie schwer es einen gemacht wird, hätte ich wohl gar nicht nachgefragt.

Sobald ich mehr weiß, schreibe ich nochmal und - hoffentlich mit einem positiven Bescheid - gebe die Info's dann weiter an die Sammlung "Recht und Gesetz" von Moni.

Ich hatte eine lange Diskussion mit meinem Freund, der meint, wenn das ganze durch ist, soll ich mich freuen und die Sache auf sich beruhen lassen.
Ich suche aber eine Lösung, wie man andere Frauen in so einer Situation erreichen kann, und ihnen diesen Behörden"k(r)ampf" ersparen oder erleichtern kann.
Einen Brief an die Klinik habe ich schon entworfen - aber es ist ja nur ein Krankenhaus von vielen! Vielleicht hat irgendjemand eine Idee, was man sonst noch tun könnte?

Liebe Grüße
Martina
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  #26  
Alt 26.11.2008, 16:26
Simon_Birgit Simon_Birgit ist offline
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Liebe Martina,

ich lese jetzt nicht noch mal alles durch, deshalb verzeih wenn ich was frage, was evtl. schon besprochen war.

Du hast doch für Dein Kind vom Standesamt Urkunden bekommen, oder nicht?

Falls die Klinik nicht in die Gänge kommt, würde ich die Geburtsurkunde kopieren und der Krankenkasse schicken.

Und lass Dir Deinem Frauenarzt/Ärztin bescheinigen, welches der errchnete Termin war und wann Dein Kind geboren wurde.

Dieser bürokratische Kram ist wirklich unmenschlich, aber leider gibt es keine einheitlichen Regelungen:-(

Ganz liebe Grüße von Birgit
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  #27  
Alt 26.11.2008, 16:36
MartinaR67 MartinaR67 ist offline
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Hallo Birgit,

also, ich habe eine Geburtsurkunde vom Standesamt München. "Robert Maximilian, am 21.102008 tot geboren".
Diese Geburtsurkunde liegt der Krankenkasse und meinem Arbeitgeber vor.

Die Krankenkasse benötigt die Geburtsbescheinigung um festzustellen, ob es eine Frühgeburt war (sagen sie). Da würde dann die Schutzfrist um 4 Wochen verlängert.

Ich habe auch schon eine Kopie des Mutterpasses gemacht, aus der die Daten Geburtsgewicht (680 g), errechneter Entbindungstermin (18.02.09) und tatsächlicher Entbindungstermin 21.10.2008 (SSW 24) ersichtlich sind.

Ich weiß nicht, was sie noch wollen und brauchen, aber es kann doch nicht sein, dass es in unserem von Gesetzen und Verordnungen geregelten Staat keine einheitliche Regelung für solche "Fälle" gibt.

Dieses Amtsdeutsch, die ständigen Nachfrage ... es hängt mir zum Hals raus.
Das einzig "positive": Der Ärger lenkt mich von meiner Trauer ab, wenigstens zeitweise!

Liebe Grüße
Martina
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  #28  
Alt 26.11.2008, 16:54
Simon_Birgit Simon_Birgit ist offline
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Na dann kannst Du ja einfach abwarten, wenn es jetzt nur um die zusätlichen 4 Wochen geht.

Deutschland ist ja schon durchbürokratisiert, aber ich denke, es kann nicht für ALLE Fälle etwas definitives geben.


LG von Birgit
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  #29  
Alt 26.11.2008, 21:31
Mareike77 Mareike77 ist offline
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Liebe Martina,

bei mir war die Sache absolut klar, da gab es gar keine Unklarheiten. Die Krankenkasse wusste den eigentlichen Geburtstermin wohl vom Arzt vorher schon. Und dann bekam ich die Geburtsurkunde, die speziell nur für die Krankenkasse für das Mutterschaftsgeld ist. Die Krankenkasse braucht keine Geburtsbescheinigung des Krankenhauses, das ist meiner Meinung nach Quatsch. Würde mich wundern, wenn das von Gegend zu Gegend unterschiedlich ist. Du bekommst die Geburtsbescheinigung vom Standesamt ja nur, wenn das Standesamt eine Bescheinigung vom Krankenhaus erhalten hat. Wenn die Krankenkasse auch eine bräuchte, wäre es doppelt.

Gut, dass Dein Arbeitgeber Dich nun als in Mutterschutz ansieht. Jedenfalls eine Seite geklärt. Die Bescheinigung wird schon noch kommen.

Und ein lieber Rat von mir: Mache Dir nicht zu viele Gedanken. Es wird alles seine Wege laufen und macht Dich ansonsten innerlich nur wahnsinnig unruhig. So wirkt es auf mich. Und so kenne ich es von mir selbst. Es tut gut, sich damit im Moment abzulenken, aber lasse ruhig Ruhe bei Dir einkehren.

Vielleicht fallen Dir später ja noch mal Möglichkeiten ein, wie wir das Thema an andere Betroffenen kommunizieren könnten. Ich denke hier ist es schon eine gute Möglichkeit, wenn wir es unseren Frauenärzten erzählen oder am besten schriftlich verfassen, damit auch die Arzthelferinnen Bescheid wissen (obwohl ich vermute, dass die diesbezüglich sogar mehr wissen als der Arzt) und ans Krankenhaus kann man es mit der Bitte um Info an die Mitarbeiter leiten.

Liebe Grüße, Dir alles Gute

Mareike

mit Jonte überglücklich im Leben * 07.09.2009,
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  #30  
Alt 26.11.2008, 21:43
Simon_Birgit Simon_Birgit ist offline
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Zitat:
Zitat von Mareike77 Beitrag anzeigen
Die Krankenkasse braucht keine Geburtsbescheinigung des Krankenhauses, das ist meiner Meinung nach Quatsch. Würde mich wundern, wenn das von Gegend zu Gegend unterschiedlich ist.

Liebe Mareike,

da bin ich ganz Deiner Meinung. Ich habe es allerdings schon erlebt, dass bei ein und derselben Krankenkasse unterschiedlich gehandelt wurde.

Meines Erachtens nach ist die Ursache in der Unwissenheit der Mitarbeiter zu suchen.

LG von Birgit
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Stichworte
abbruch, mutterschutzfrist, totgeburt

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