Frauenworte-Forum Foerdermoeglichkeiten  

Zurück   Frauenworte-Forum > Schmetterlingskinder > erste Hilfe für Betroffene

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #21  
Alt 23.03.2015, 11:02
Moritzmama Moritzmama ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 01.11.2014
Ort: Bayern
Beiträge: 211
Standard

Hallo Julia!
Ich drücke Dich erstmal und schicke Grüße an Maria! Wir sind Schicksalsmäßig zeitlich recht nah - Moritz wurde am 29.10.14 geboren, starb fünf Tage zuvor.
Ich möchte Dir mal Dein Gefühl nehmen zu jung zu sein! Ich las das gerade - ich war bei meinem ersten Kind auch 26 und fühlte mich auch recht oft schrecklich jung! dann sind wir aus der Stadt aufs Land gezogen und ich war prima Durchschnitt! Lass Dir das Gefühl nicht geben, denk es nichtmal! Du hast mehr durchgemacht als manch Vierzigjährige, nimms Leicht. Manchmal geben einem gerne vor allem erfahrene Mütter das Gefühl von unreife - mal aus aneid auf Dein junges Alter, mal und da muss ich heute über mich selbst schmunzeln, weil sie denken, sie wüssten mehr vom Leben. Das dachte ich auch noch vor Kurzem, dann kam alles anders und jetzt, jetzt weis ich erst recht, dass ich mehr vom Leben und vom Tod weis, als viele anderen.
Du scheibst gar nicht von einem Vater, Mann - es ist vielleicht taktlos zu fragen, aber es macht manchmal halt eine Unterschied - gibt es ihn an Deiner Seite? Meine Mutter ist gedulig und hört zu, aber manchmal gehen banale Sachen vor eine Gespräch oder halten sie von Mitgefühl ab. Das ist dann nicht bös gemeint, aber jeder hat halt sein Leben, das ihn ein Stück weit gefangen hält. Nimm es den Leuten nicht übel, versuch nicht zu verbittern, verzweifel nicht ganz. Es ist bestimmt oft zu viel, das geht mir auch so, aber wenn man aufgibt, wenn man sich zurückzieht, glaube ich wirds ganz schlimm! Ich kenne das, was ich hier von Dir gelesen habe gut, ich habe mir auch gewünscht meinem dritten Kind folgen zu können, aber weist Du, wir leben noch. Wir haben noch eine Aufgabe imLeben, wenn nicht heute dann wann anders, wenn nicht noch ein Kind, dann was anderes... Aufgeben wäre oft so leicht! Ich weis! Aber weist Du, das Leben ist bunt, schwarz gehört da auch dazu und was würden wir hier ohne Risiken des Lebens machen - es wäre vielleicht alles zu leicht, oder?
Das sind nur ein paar Gedanken, die ich mir in der letzten Zeit gemacht habe... - nimm davon mit, was adir gut tut!
mir hilft es oft sehr mit meinem Mann zu reden, da er bei allem dabei war. Da es bei Dir vielleicht anders ist, da Du von Deiner Mutter schreibst - ich finde Mütter fühlen anders, so wie Männer anders fühl n. Meine Mutter sagte kürzlich, dass für sie das Schlimmste war, dass sie Angst um mich hatte - der Bezug zum Kind ist ja noch nicht so stark bei Ihnen gewesen, wie bei uns. Nimm es Ihnen nicht übel, sie liebe uns, da wir ihre Kinder sind - da ist jede Mutter egoistisch, auch unsere eigenen Mütter! Leb Deine Trauer wenn es hilft, nimm sie zurück, wenns gut tut, ich finde das klingt wirklich gut, was Du schreibst - geh Deinen Weg! Alles Liebe Elke

Felix - unser Großer (2006)
Emilia - sehnsüchtig erwartet (2010)
Moritz (*+29.10.2014) - in ewiger Liebe und Sehnsucht
kleiner Hoffnungsfunke (ET 27.03.16) - Leo ist gelandet und er ist ein Sonnenschein und unser aller Freude
Mit Zitat antworten
  #22  
Alt 23.03.2015, 12:43
Benutzerbild von Julia90
Julia90 Julia90 ist offline
Engel Maria im Herzen
 
Registriert seit: 17.01.2015
Ort: Brandenburg, OPR
Beiträge: 59
Standard

Hallo Elke,

ich habe deine Worte zu Kenntnis genommen. Viele Sache klingen gut, aber sie sind für mich zu weit weg. Dafür ist leider zu viel passiert. Mein letzter Funke Hoffnung wurde letzte Woche aus aus den Händen gerissen und ich kann nur versuchen zu hoffen. Aber irgendwie tue ich das nicht mehr.

Ich versuche sehr oft es den den anderen nicht übel zu nehmen. Das bespreche ich auch bei meiner Therapie. Es sind meist kleine Sachen die mich richtig traurig machen. Und in diesen merke ich, das der Rest schon viel weiter ist und daher nicht mehr über das Thema reden will. Es ist nicht einfach. Und gerade kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das Leben bunt sein kann. Dafür sind meine Schmerzen sowohl körperlich als auch seelisch viel zu groß. Mir fehlt die Kraft und ich weiß heute nicht, wie es weiter gehen soll.

Einen Vater gibt es für mich nicht. Er wollte sie nicht und danach bin ich gegangen, nach fast 2 Jahren. Ich habe auch nie wieder etwas gehört. Aber das ist mir zum Glück egal. Ich war damals nicht einmal traurig, weil ich einfach über seine Reaktion so sauer war.

Ich finde es beachtlich, wie du so positiv denken kannst. Das kann ich nicht. Ich bin einfach traurig. Das was ich mir so sehr gewünscht habe, schon seit ich aus der Schule raus war, wurde mir genommen. Ich wollte immer ein Kind, immer ein Mädchen. Das war perfekt. Und ich kann es immer noch nicht verstehen. Und ja, ich sage auch ich will keins mehr. Das habe ich ihr versprochen. Ich werde sie nicht ersetzen. An diesem Tag ist für mich nicht nur ein Stück gegangen, irgendwie ist alles gegangen. Was ist geblieben: 3 Bilder, eine kleine Blume und Abdrücke von Füßchen und Händchen. Das beschäftigt mich oft, mehr ist nicht geblieben. Jeden Tag sehe ich meine kleinen Streifen rund um meinem Bauchnabel. Erinnerungen und das ist geblieben. Auch wenn ich mich an eine schöne Schwangerschaft erinnere, macht mich das nur mehr traurig, weil auch wie ich sie in Erinnerung habe, das Ende ist immer das Selbe.

Aber trotzdem danke für deine Worte. Vielleicht kommt der Tag und dann lese ich sie noch einmal und denke klar, sie hat recht. Aber die Zeit ist nicht noch nicht da.

Liebe Grüße Julia

Meine kleine Maria,
du wirst immer in meinem Herzen bleiben. Deine Mama liebt dich mein kleiner Schatz.
Maria ( 06.11.14)

Mit Zitat antworten
  #23  
Alt 23.03.2015, 15:26
Moritzmama Moritzmama ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 01.11.2014
Ort: Bayern
Beiträge: 211
Standard

Liebe Julia!

Schade, dass nichts für Dich dabei war. Nein, ich bin nicht immer so positiv, aber ich habe zwei Kinder, die mich tag täglich lehren, warum ich noch da bin. Ihre Sichtweise auf die Dinge hilft mir, den Tagesrythmus für sie aufrechtzuhalten, hält mich aufrecht. Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen undich hänge hier gerade herum, weil ich gerade einen Durchhänger. habe - aber ich kann mir und anderen verzeihen.
Tut mir leid, wenn ich mit meinen Worten nach dem Vater an Wunden gerührt hae, oder mit meinen anderen Worten. Das war nicht meine Absicht.

ich hoffe Du findest Deinen Weg!

Liebe Grüße Elke

Felix - unser Großer (2006)
Emilia - sehnsüchtig erwartet (2010)
Moritz (*+29.10.2014) - in ewiger Liebe und Sehnsucht
kleiner Hoffnungsfunke (ET 27.03.16) - Leo ist gelandet und er ist ein Sonnenschein und unser aller Freude
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 23.03.2015, 16:15
Benutzerbild von Julia90
Julia90 Julia90 ist offline
Engel Maria im Herzen
 
Registriert seit: 17.01.2015
Ort: Brandenburg, OPR
Beiträge: 59
Standard

Ist ja auch nicht schlimm. Überhaupt nicht. Es ist einfach schwer. Jeden Tag versucht man irgendwie zu leben, aber es geht nicht. Der Körper streikt, die Wunden heilen nicht, die Seele scheint irgendwo tief alles zu blockieren. Ich schaue aus dem Fenster und wünsche mir Schnee. Weil ich einfach nicht mit der Zeit gehe. Das ist auch keiner, der dich in den Arm nimmt. Keine Freunde, die Familie hat ihren eigenen Tagesrhythmus. Ich bin und fühle mich einfach alleine. Die täglich quälenden Gedanken nach dem warum und warum habe ich es nicht verhindern können.

Manchmal frage ich mich warum habe ich es nicht früher mitbekommen? Warum habe ich nicht gemerkt das es meinem Baby nicht gut ging? Warum habe ich nicht gemerkt, das sie sich wieder gedreht hat? Hätte es es dann vielleicht verhindern können? Also bin ich doch Schuld. Der Gedanke ich bin eine schlechte Mutter macht mich immer sehr traurig. Und dann schaffe ich es nicht einmal sie besuchen zu gehen. Die Kraft fehlt und das macht mich dann aber noch mehr traurig.

Dann der schreckliche Termin bei meiner Krankenkasse letzte Woche. Der hat mir eigentlich den Rest gegeben. Man verlangt wirklich nicht viel von seinen Mitmenschen, aber ein bisschen schon. Ich weiß leider auch bis jetzt nicht, ob ich überhaupt die Chance habe eine Kur zu bekommen. Aber das wird die Zeit zeigen.

Aber es ist nicht schlimm. Du hast deinen Weg gefunden. Schon alleine weil du noch Kinder hast. Ich kann keine sehen. Ich habe da richtig Angst vor. Ich habe drei kleine Cousinen und alle stürzen sich gerade auf die Mädchen. Für mich ist das unerträglich. Ich werde nie so einen Geburtstag feiern oder schöne Kleider kaufen und sie den Anderen zeigen und nach ihrer Meinung fragen oder tolle Geschenke zu Ostern kaufen. Aber so findet am Ende jeder seinen Weg. Meiner ist noch nicht in Sicht und ich glaube auch nicht, dass das Leben irgendwann so wird wie vorher. Das wird es nie mehr sein. Aber vielleicht schaffe ich es irgendwann es einzubringen. Aber ich denke dafür brauche ich noch sehr viel Zeit.

Grüße Julia

Meine kleine Maria,
du wirst immer in meinem Herzen bleiben. Deine Mama liebt dich mein kleiner Schatz.
Maria ( 06.11.14)

Mit Zitat antworten
  #25  
Alt 23.03.2015, 16:40
Steffi84 Steffi84 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 10.02.2015
Beiträge: 71
Standard

Liebe Julia,
ich finde es so traurig, dass du dich so alleine fühlst. Ich kann Elke verstehen. Mir geht es ja nicht anders. Mein Sohn erinnnert mich jeden Tag daran, dass das Leben weiter gehen muss. Außerdem habe ich meiner Kleinen versprochen, dass ich mich zurück ins Leben kämpfen werde für uns beide.

Ich kann mir aber auch vorstellen, dass man besonders dann verzweifelt, wenn man sich alleine fühlt. Ich habe auch ganz oft Tage, an denen ich morgens schon hoffe, dass sie bald vorbei sind. Nichts klappt und ich würde mich am Liebsten verkriechen. Aber ich habe liebe Menschen an meiner Seite, die mich an diesen Tagen an die Hand nehmen und mit mir durch den Tag gehen.

Ich glaube auch, dass Elke recht hat mit der Aussage, dass Mütter egoistisch sind und in erster Linie an ihr Kind denken. Meine Mama hat, glaub ich, auch nach kurzer Zeit nicht mehr an unsere Kleine gedacht, sondern nur noch an mich. Sie sah nur, dass es mir schlecht ging, ich nicht weiter wusste und sie hatte Angst um mich, dass ich damit nicht fertig werde.

Dennoch finde ich, du tust schon viel, um dich ins Leben zurück zu kämpfen. Es ist ein Kampf, der wohl schwerste, den eine Mama in ihrem ganzen Leben kämpft. Jemand, der sich aufgibt, geht nicht zur Therapie, nimmt nicht die ganzen Termine für einen kurantrag wahr usw.

Und in einem sind sich hier wohl alle einig. Das Leben wird nie wieder sein wie zuvor. Und das soll es auch nicht sein.

Deshalb lebe deine Trauer, aber versuche dich auch ins Leben zurückzukämpfen. Auch für deine Maria!

Und noch etwas. Du darfst dir nicht einreden, dass du eine schlechte Mutter bist! Eine schlechte Mutter würde nicht so um ihr Kind trauern. Leider gibt es Dinge im Leben, die wir nicht verhindern können.

Ich umarme dich und wünsche dir viel Kraft!
Liebe Grüße Steffi
Mit Zitat antworten
  #26  
Alt 23.03.2015, 17:47
Mo Nika Mo Nika ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 23.02.2014
Ort: Bergisches Land, NRW
Beiträge: 310
Standard

Liebe Julia,

Du hast geschrieben:

Warum habe ich nicht gemerkt das es meinem Baby nicht gut ging?
Also bin ich doch Schuld. Der Gedanke ich bin eine schlechte Mutter macht mich immer sehr traurig.


Ich glaube, dass "sich schuldig fühlen" hier mit tiefer, inniger Liebe zusammenhängt:
Wenn ich mir selber die Schuld an dem Lebensereignis eines anderen Menschen gebe, dann meine ich damit: ich hätte alles - selbst das Unmögliche- tun wollen, um dieses Ereignis zu verhindern. Vielleicht meine ich sogar: ich hätte das Schreckliche lieber selbst erlebt, wenn ich es dem anderen so hätte ersparen können. Das ist ist der größte Ausdruck von Liebe, den ich einem Menschen gegenüber zeigen kann. Wenn ich das für mein Kind tun möchte, dann liebe ich es so sehr wie mein eigenes Leben.
Kann ich meinem Kind nicht geben, was ich ihm so gerne schenken würde, bin ich enttäuscht, empfinde es als eigene Unzulänglichkeit und bin darüber traurig.

Aber ich bin dann keine schlechte Mutter! Schlechte Mütter machen sich keine Gedanken darüber, wie und ob sie Schaden von ihren Kindern fern halten können. Und sie kämen nie auf die Idee, lieber selber etwas Schreckliches zu erleben, damit ihr Kind es nicht erleben muss!






ein Kind war uns anvertraut ...
...und ist weiter gezogen auf der Suche nach dem Schatz am Ende des Regenbogens
Mit Zitat antworten
  #27  
Alt 23.03.2015, 22:38
Moritzmama Moritzmama ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 01.11.2014
Ort: Bayern
Beiträge: 211
Standard

Hallo Julia!

Nein, Schuld hast Du nicht! Bestimmt nicht! Wenns Dich beruhigt, ich habe einen halben Tag nicht gemerkt, dass er tot war, trotzdem es mene 3. ss war. Ich martere mich ab und an ach, aber es wird viel weniger. inzwischen bin ich eher ratlos, was da passiert sein soll. Bei Dir klingt es wie etwas plötzliches - wie soll man sowas vorher ahnen?

Vielleicht noch ein Gedanke: Kinder lieben nichts mehr als Kinder - ich stelle mir vor, wie unser Moritz zwischen Kindern liegt und glücklich ist - wie auf der Krabbeldecke und alle außenrum - da kam mir der Gedanke: Kinder lieben Kinder. Bei nichts anderem können sie so vergnügt lachen. Ich glaube nicht, dass er uns ein weiteres Kind übel nehmen würde. Gefühle sind unterschiedlich, aber ich kann nur sagen was mir gut tut, woraus ich meine Kraft schöpfe. Ich bin kein Psychologe.
Heute war definitiv ein schwarzer Tag für mich... Die muss es auch geben.

Übrigens Krankenkasse: meine schrieb nur von Abgang, als ich die humangen. Untersuchungen anfragte. Ich bin am Telefon heulen fast zusammengeklappt - Abgang ist ja wohl was anderes als späte Totgeburt! Ich hab noch einen deutlichen Brief geschrieben. Dann klappe die Kommunikation besser und sie entschuldigten sich. Ich glaube da sitzen auch wiederLeute, die nit recht wissen, wie man mit sowas umgeht.

Liebe Grüße Elke

Felix - unser Großer (2006)
Emilia - sehnsüchtig erwartet (2010)
Moritz (*+29.10.2014) - in ewiger Liebe und Sehnsucht
kleiner Hoffnungsfunke (ET 27.03.16) - Leo ist gelandet und er ist ein Sonnenschein und unser aller Freude
Mit Zitat antworten
  #28  
Alt 24.03.2015, 00:30
Benutzerbild von Julia90
Julia90 Julia90 ist offline
Engel Maria im Herzen
 
Registriert seit: 17.01.2015
Ort: Brandenburg, OPR
Beiträge: 59
Standard

Liebe Steffi, liebe Monika,

danke für die lieben Worte. Es ist immer schön, das hier in diesem Forum einfach ein Ort ist, an dem man viele Gedanken teilen kann. Nicht alle, aber viele. Aber es gibt sehr oft Momente, an denen diese Sachen sehr schwer auf meiner Seele lasten. Ich schaue raus, da steht der Kinderwagen und er ist leer. Manchmal müssen es nur kleine Sachen sein, die mich total aus der Fassung bringen. Aber ich denke, das kennt jeder hier. Ich weiß nicht ob es hilft, wenn man noch ein oder weitere Kinder hat. Das kann ich nicht beurteilen. Aber ich stelle es mir nicht einfacher vor. Vielleicht wäre es schön, weil dann wäre da einer, einer der vielleicht auch einmal mit dir kuschelt oder den man Abends ins Bett mit nimmt. Aber genau finde ich es schwer. Ich kann es nicht. Ich meide alles was mit Kinder zu tun hat.

Liebe Elke,
Das finde ich schrecklich, was die Kasse da behauptet hat. So etwas zu sagen. Aber ich weiß nicht ob du meinen anderen Betrag gelesen hast. Aber ich schreibe es gerne noch einmal hier.
Mir wurde eine Beratung wegen meiner Kur angeboten. Und ich dachte, ok da gehst du hin. Vielleicht haben die Einsicht und es geht schneller, wenn die mich persönlich sehen. Als ich da war hat die Vertretung in den Computer gesehen, warum ich eine Kur benötige. Dann wird sie den Eintrag vom Krankenhaus gesehen haben. Auf jeden Fall gratulierte sie mir zur Geburt meines Kindes und fragte ob mein Kind mit solle. Dann holte sie Broschüren über Angebote Mutter- Kind- Kur und redete und redete. Irgendwann schien sie gesehen zu haben, das ich weine und dann habe ich ihr gesagt, mein Kind ist gestorben. Kurz Ruhe und dann gleich umgeschalten. Das sitzt noch immer sehr tief. Und so richtig konnte ich auch noch nicht darüber sprechen. Es fällt mir schwer, weil das Thema einfach so unpassend war.

Aber ich bedanke mich trotzdem noch einmal bei euch. Auch wenn es schmerzt, kann ich doch für einen kurzen Moment meine Seele entlasten. Auch wenn ich eigentlich immer weine, wenn ich hier schreibe. Aber ich denke immer sehr intensiv an mein Mädchen. Und ich weiß ich bin hier nicht alleine und vielleicht ist meine Kleine da oben auf ihrem Stern auch nicht alleine.

Zum Abschied für heute zünde ich gleich noch still eine Kerze an. Ein kleines Licht in der Dunkelheit.

Leise Grüße Julia

Meine kleine Maria,
du wirst immer in meinem Herzen bleiben. Deine Mama liebt dich mein kleiner Schatz.
Maria ( 06.11.14)

Mit Zitat antworten
Antwort

Stichworte
sternenkind, trauer, verlust

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:00 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.2 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.