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  #1  
Alt 08.02.2013, 22:18
Benutzerbild von nika
nika nika ist offline
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Registriert seit: 30.03.2005
Ort: bei Landsberg am Lech, Bayern, Deutschland.
Beiträge: 1.677
Standard EKT und Kinder

Liebe Susanna,

nun habe ich endlich auch hier dieses Forum gefunden. es ist ein schönes Gefühl hier zu sein...

Ich würde gerne mehr über EKT und Kinder wissen. denn ich könnte mir vorstellen mit meinen Kindern zu arbeiten. zum Beispiel, weil ich jeden Tag höre, ich möchte nicht in die Schule ich vermisse Dich dann so sehr... ( und das war auch jeden einzelnen Kindergartentag so) und ich würde ihr so gerne helfen diese Gefühle verändern zu können...

natürlich möchte ich auch gerne mal ein fröhliches Mädchen an der Schule abgeben, aber hauptsächlich geht es mir darum es ihr leichter zu machen... mir tut es so weh- und ihr sicher auch...

gibt es Bücher- also kann ich mir das wissen irgendwie aneignen?

ganz liebe Grüße
Nika
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  #2  
Alt 09.02.2013, 20:04
Susie Susie ist offline
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Registriert seit: 27.01.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 132
Standard EKT mit Kindern

Liebe Nika,
Schau mal in der "EKT-Abteilung", dort gibt es schon einen langen Text von Anne zu diesem Thema.
Die EKT mit Kindern macht viel Spaß, denn sie leben ja noch in ihren Inneren Welten.
Und die Erfolge sind so beeindruckend, dass wir die Erfolgsgeschichten der Physiotherapeuten, Elten und Heilpraktikerinnen gerade zusammentragen und in einem nächsten Buch veröffentlichen wollen.
Das Beispiel in unserem Buch zeigt Dir, dass Du den "Erwachsenen-Anfang" ändern kannst,
hinlegen und Augen zu weglassen, und das Kind dort "abholen", wo es gerade ist.

"Meine Tochter, sieben Jahre alt, ist eine gute Schwimmerin. Sie weigert sich aber, mit mir in den See zu gehen. Auf meine Frage, was denn los sei, gesteht sie ein, Angst zu haben. Bei meinem Vorschlag, zu sagen: "Meine Angst, ich spüre dich", wird die Angst zu einem Krokodil im Wasser. Zuerst versuche ich es auf die übliche Weise mit Argumenten und beteuere, dass Krokodile in unseren Gewässern nicht anzutreffen seien und dass es für sie hier viel zu kalt wäre. Nun scheint ihre Angst sogar noch zu wachsen.
Erst als ich meine Tochter bitte, zu wiederholen: "Mein Krokodil, ich begrüße dich", beginnt sie, mir das Krokodil genauer zu beschreiben. Sie kommt ins Schwärmen: Es sei rot und eckig mit einem riesigen Maul und scharfen Zähnen, mit dem es nach ihrem Bein schnappen will.
Ich schlage ihr vor, zu wiederholen: "Hallo, Krokodil, danke, dass du dich zeigst." Jana tut es.
"Nun macht es sein Maul zu und schaut mich an." Ich bitte sie zu sagen: "Hallo, Krokodil, ich liebe dich." Meine Tochter: "Es lacht und wird ganz klein." Und auf meine letzte Frage: "Hallo, Krokodil, was kann ich denn für dich tun?", antwortet sie: "Es sagt, es will bei mir bleiben. Es ist jetzt so klein wie ein Krümel. Ich setze es auf meine Schulter." Ich bitte sie noch, sich zu bedanken. Sie: "Danke – und jetzt nehme ich das Krokodil mit zum Schwimmen. Juppheidi."
Meine Tochter geht ab jetzt mit mir in den See. Ihre anfänglich riesige Angst war durch die EKT-Begleitung fast nicht mehr vorhanden.

Ich bin sicher, dass Du die Gefühle Deiner Tochter auch auf EKT ansprechen.
Viele liebe Grüße,
Susanna
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  #3  
Alt 10.02.2013, 16:42
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nika nika ist offline
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LIebe Susanna,
das klingt alles echt warm und fühlt sich sehr gut an... noch kann ich mir den Ansatz nicht recht vorstellen...
aber ich werde das Posting finden und lesen... vielleicht...
Liebe Grüße
Nika
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  #4  
Alt 18.02.2013, 10:52
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nika nika ist offline
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Liebe Susanna,
heute morgen hat Chiara wieder herzzerreißend geweint, als ich sie in die Schule gebracht habe. Mich haben schon alle Klassenkameraden gefragt, was sie denn hat!
Wie kann ich ihr nur helfen? Ich habe ein bischen versucht, nachzufragen, wie fühlt es sich an, mich in der Schule zu vermissen, ist es schlimmer, wenn ein Fach langweilig ist, wieso ist es in der Schule so schlimm und nachmittags bei Freunden nicht... aber ich komme nicht weiter...
Wir hatten das schon drei Jahre lang im Kiga, ich hatte gehofft, dass sich das endlich "verwachsen" würde...
habe ihr schon Lac Humanum gegeben- aber das hilft auch nicht wirklich...
In welcher Form kann ich einsteigenu nd vor allem: in der akuten Situation oder lieber, wenn es grade nicht so akut ist? ich habe gerade den Eindruck, ich mache alles nur noch schlimmer...
und dann noch die AUßenstehenden, die einem sagen, alles ist nur ein Machtspiel! - ganz bestimmt!
verunsicherte Grüße
Nika
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  #5  
Alt 23.02.2013, 13:46
Susie Susie ist offline
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Registriert seit: 27.01.2008
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Liebe Nika,
erst einmal, Du bist doch eine prima Mutter, weil Du Deine Tochter ernst nimmst. Das ist doch schon ein Riesenschritt.
Die Fragen, die Du gerade beschrieben hast, sind alles Kopffragen. Lieb, aber bringen Euch vielleicht nicht weiter.
Frag doch mal auf dem Schulweg eine Bauchfrage. "Sag mal, Chiara, Du weinst doch gerade. Was sind denn das für Tränen, bist Du traurig, oder hast Du Angst, oder bist Du wütend oder sind das sogar Freudentränen."
Dann wird sie erst einmal ein wenig verdudzt sein und nachdenken (und weniger weinen)
Dann wird sie Dir ein Gefühl nennen.
Sagen wir mal "Ich vermisse Dich dann so doll"
Dann sagst Du "Dieses 'Ich vermisse Dich dann so doll-Gefühl', wo wohnt das denn in Dir,
wo kannst Du das fühlen?"
Vielleicht sagt sie dann, "in meiner Brust"
Dann sagst Du, sag doch mal "hallo" zu diesem Gefühl in Deiner Brust
und Du sagst ihr es vor
"Hallo, ich vermisse Dich dann so doll-Gefühl, ich begrüße Dich"
Sie wird es wiederholen (und dabei ruhiger werden)
Und dann fragst Du noch spielerisch ein wenig weiter
"Wie sieht denn das Gefühl aus, oder, wie fühlst Du es denn, als Druck, als Farbe.......?"
Und dann überspringst Du einige Stufen der EKT
und lässt sie das Gefühl fragen, "sag mal mein Gefühl in meiner Brust,
wünscht Du Dir was, kann ich etwas für Dich tun, kann ich Dir einen Gefallen tun,
hast Du einen Wunsch ..........."
Dann wird sich dieses Gefühl etwas wünschen, zB "nimm mich mit in die Schule"
Dann sag ihr, sie kann dem Gefühl das laut erlauben,
also "mein Gefühl, ich nehme Dich jetzt mit in die Schule"
(oder was immer sich das Gefühl wünscht, lass es in ihrer Vorstellung geschehen)

Das ist ein Anfang und einfach dadurch, dass Du das Gefühl ernst nimmst
und ihm "ein Gesicht" und ein Platz im Körper gibst, wird es sich für Deine Tochter
ändern.

Euch beiden alles Liebe,
Susanna
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  #6  
Alt 23.02.2013, 20:05
Benutzerbild von Gerlind
Gerlind Gerlind ist offline
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Registriert seit: 29.03.2005
Beiträge: 2.465
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Liebe Susanna, liebe Nika,

vielen DAnk euch beiden hier

Ich hab ja seit einiger Zeit ein ähnliches Problem bei meiner Erstklässlerin, hatte auch schon in der Schulelternbrücke darüber geschrieben. Aber wenn ich euch jetzt hier lese, denke ich, das ist auch ein guter Ansatz für uns!
Da ich sogar das Buch hier hab (ursprünglich mal gedacht für meinen Mann) werd ich da nun endlich auch reinlesen. Vielen Dank für den ANstoß!!!

ICh werde berichte, lieber Gruß
Gerlind
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