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Alt 15.01.2018, 16:47
BettyPage BettyPage ist offline
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Standard 2 Eileiterschwangerschaften (beidseitig) innerhalb 6 Monaten

Hallo Ihr Lieben,

seit einem halben Jahr lese ich still mit. Jetzt brauche ich aber etwas Rat, daher kommt hier meine Geschichte:

Seit der Pupertät leide ich an Akne Inversa und bekomme monatlich vor der Periode einen Abszess. Damals litt ich auch an PCO. Ich hatte Übergewicht, eine Insulinresistenz, habe geraucht und war ständig krank. Anfang 2014 habe ich dann aber 15 kg abgenommen. Habe auf die Ernährung geachtet und mehr Sport gemacht und habe zum rauchen aufgehört. Der monatliche Abszess am Steißbein ist aber geblieben. Alles andere hat sich aber gebessert!

Mitte 2014 habe ich mir die Kupferspirale einsetzen lassen. Diese habe ich aber absolut nicht vertragen. Monatlich litt ich an sehr starken Schmerzen und Blutungen. Der Kreislauf war nicht stabil. Nach 4 Monaten habe ich sie mir entfernen lassen. Leider war mein damaliger Frauenarzt ein richtiges Monster. Ich vermute das er mich dabei verletzt hat. Ich bin dabei ohnmächtig geworden und hatte Schmerzen, die kann man einfach nicht beschreiben.

2015 habe ich den Frauenarzt gewechselt und habe mich nach sorgfälltiger Beratung entschieden es mit der Kupferkette zu versuchen. Anfänglich hat dies auch ganz gut geklappt. Die Blutungen waren etwas stärker. Die Krämpfe zu Periodenbeginn ebenfalls, aber es war nicht vergleichbar mit den Beschwerden bei der Kupferspirale. Nach ca. 6 Monaten fingen aber die Beschwerden erst an:

Jeden Monat blühte mein Abszess am Steißbein auf - pünktlich zum Eisprung und vor Periodenbeginn. Ich habe vermehrt Kamillensitzbäder gemacht. Leider ohne Erfolg. Ich bin von Arzt zu Arzt gelaufen, es hieß nur: Sie müssen sich damit abfinden. Akne Inversa ist eine Krankheit welche nicht heilbar ist. Nun ja...die Monate vergingen und es wurde schlimmer:

Plötzlich bekam ich ständig bakterielle Unterleibsinfektionen. Pünktlich zum Eisprung und zum Periodenbeginn, begleitet mit dem netten Steißbeinabszess. Die Schmerzen wurden von Monat zu Monat schlimmer, bis ich in der Arbeit zusammenbrach. Ich kam ins Krankenhaus und dort wurde ich operiert. Endometriose - mein Darm war mit meiner Gebärmutter verwachsen. Ich dachte, gut, der Spuk hat nun ein Ende. Nur habe ich falsch gedacht: Es fing erst richtig an.

Die Schmerzen wurden schlimmer und schlimmer. Meine Frauenärztin war ratlos und hat mir ständig Antibiotika verschrieben. Nur leider hat sie die Chlamydieninfektion nicht erkannt. Ich wurde also falsch behandelt. Die Infektion stieg bis zur Leber hoch. Meine Leber ist nun total verklebt. Alle 2 Monate hatte ich eine Eileiterentzündung. Bis meine Ärztin dann die Chlamydien doch noch entdeckt hat und ich endlich das richtige Antibiotikum bekam. 2 Monate später habe ich mir die Kuperkette entfernen lassen. Ich konnte einfach nicht mehr. Die monatlichen Abszesse am Steißbein zum Eisprung und vor der Periode sind aber geblieben.

Da der Kinderwunsch näher gerückt ist, bin ich auf das Forum gestoßen. Besser gesagt auf die Fruchtbarkeitsmassage. Ich hatte das Gefühl ich muss etwas für mein Unterleib machen. Nach nur 3 Massagen habe ich mich wie auf Wolke 7 gefühlt und es ist passiert: Ich bin doch tatsächlich schwanger geworden. Es war aber leider eine Eileiterschwangerschaft auf der rechten Seite. Ich wurde eileitererhaltend operiert.

Daraufhin habe ich einen Termin in einer Kinderwunschklinik ausgemacht. 2 Monate später habe ich eine Durchlässigkeitsprüfung durchführen lassen. Das Ergebnis: der Eileiter zu - der linke durchlässig. Nach einem zweiten Versuch bin ich nach der Gabe von Pulsatilla schwanger geworden. Diese Schwangerschaft endete aber wieder im Eileiter. Dieses mal auf der linken Seite (obwohl die Seite eigentlich die Gute war). Ich wurde wieder eileitererhaltend operiert.

Meine Ärzte sagen alle ich soll doch eine IVF machen lassen. Ich weiß aber nicht so recht. Tief im inneren hab ich das Gefühl, dass ich es aber auf natürlichem Wege auch schaffen würde, wenn mich nicht Monat für Monat die Abszesse und die Entzündungen begleiten würden.

Ich frage mich die ganze Zeit wieso ich ständig diese Entzündungen in der Mitte des Zykluses und zum Ende hin bekomme. Es ist mir ein Rätsel. Ich habe alles gemacht, habe abgenommen, meine Ernährung umgestellt, zum rauchen aufgehört, mache regelmäßig Sport und Yoga, aber diese Entzündungen gehen einfach nicht weg. Ich denke das es chronisch ist. Und ich denke auch, dass sie an den Eileiterschwangerschaften schuld sind.

Ich spiele mit dem Gedanken es mit Sepia C30 und Endometrium Comp zu versuchen. Ach ja, die Abszesse heilen von alleine ab - ich muss da zum Glück gar nicht viel machen. Die Ärzte haben mich bereits aufgegeben und ich bin derzeit etwas ratlos - zumal ich noch mit der Trauer beschäftigt bin.

So meine Lieben, es tut mir leid wenn es sehr lang geworden ist, aber vielleicht findet sich hier jemand mit einem guten Rat???!!!

Vielen Dank für´s zuhören! Ich wünsche noch einen schönen Abend!

Viele Grüße,
Betty
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