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Zurück auf Arbeit - Ich fühle mich hilflos

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  • Zurück auf Arbeit - Ich fühle mich hilflos

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu im Forum und erhoffe mir Austausch, Beistand und Rat zu meinem Beitrag. Und ich hoffe er ist angemessen.
    Wir haben am 11.12.2020 unser Wunschkind in der 10. SSW verloren. Spontan musste auch eine kürretage durchgeführt werden, da ich schnell viel Blut verloren hatte. Ich denke ihr könnt alle nachvollziehen wie unsere letzten Tage abgelaufen sind und sich angefühlt haben.
    Nun soll ich ab Montag wieder arbeiten (ich leite eine Kita) und hatte heute ein Vorbereitungsgesprach dazu (war im Beschäftigungsverbot).
    Ich wollte nach der SS nicht wieder zurückkehren, da mein Verhältnis zur Chefin schwierig und der Arbeitsweg zu lang.
    Heute sagte sie mir, wie schwierig es jetzt für alle vor Ort sei das ich wieder komme und einige hätten laut ihr geäußert, dass sie froh waren, dass ich erstmal weg war. Sie fragte mich ob ich nicht schon mal überlegt habe mir was anderes zu suchen. Ich bin sprachlos. Nicht ein mal ging es um mein Befinden oder warme Worte zu meiner Rückkehr. Als ob alles nicht schwer genug zu verarbeiten ist sagt sie mir quasi, dass mich eigentlich keiner wieder dort haben will. (Mobbing ihrerseits war vorher schon thema). Und ich weiß ich habe meinen Job gut gemacht.
    Einen neuen Job mit babywunsch möchte ich aber auch nicht anfangen. Das ist nicht fair. Ich bin sprachlos, ratlos und hilflos.
    Ich hoffe ich konnte das verständlich zusammenfassen und freue mich auf ein paar unterstützende Antworten

  • #2
    Liebe Annely,
    Erst einmal möchte ich dir sagen, dass es mir furchtbar leid tut, dass du dein Kind gehen lassen musstest. Das war für mich das Schwerste. Ein Kind, das man sich so sehr wünscht, das absolut willkommen ist und das aus unerklärlichen Gründen nicht bleiben darf. Ich hoffe, dein Mann und du haltet euch gut aneinander fest und wünsche euch liebe Familien und Freunde, die euch unterstützen und auch zuhören und aushalten können.
    Zu dem beruflichen Thema: Soweit ich heraushören konnte, bist du schon länger mit deiner derzeitigen Stelle unzufrieden. So wie du deine Chefin beschreibst, ist das auch total nachvollziehbar. Was ich mich gerade frage, ist, ob es nicht doch besser ist, dir eine neue Stelle zu suchen. Ganz unabhängig vom Kinderwunsch. Du weißt ja gar nicht, wann du wieder schwanger wirst und wie lange du die Situation bis dahin noch aushalten musst oder ob du das überhaupt aushalten kannst. Und ob du unter diesen Umständen glücklich schwanger werden kannst und mit der Aussicht, dass du nach der Elternzeit wieder hinmusst, zurechtkommst, das kannst nur du beurteilen. Schaue erstmal, womit es dir am besten geht und denke weniger daran, ob dein zukünftiger Arbeitgeber von deinem Kinderwunsch begeistert sein wird. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du deinen Weg findest.

    Liebe Grüße,
    Mareike

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    • #3


      Hallo liebe Anne!
      Ich würde auch ein paar Worte dazu sagen. Mir tut es wirklich sehr leid, dass du dein Baby verloren hast. Ich kann das wirklich sehr gut nachvollziehen.
      So ein großer Schicksalsschlag für deine Familie und Beziehungen. UNd das alles vorm Weichmachten... Wenn alles überall so glücklich sein...
      Das ist wirklich schrecklich.
      Aber zur Aufmunterung sag ich dir, du bist doch nicht die Einzige, die deinen Engel verloren hat. Es gibt wirklich viele Frauen, die sowas täglich überleben. Und die Mehrheit verschweigt einfach das. Und ich freue mich, dass du genug mutig bist, um das uns zu erzählen. Ich hoffe, das Linder deinen Schmerz.
      Wie waren deine Kürettage? Wie fühlst du dich jetzt?
      Ich hoffe, es geht dir gut.
      Das wichtigste hier ist, dass du den Mensch hat, der immer bereit ist, für dich immer da sein. Unterstützung des Partners ist am wichtigste hier.
      Und was deine Arbeit angeht. Also das alles ist so fies. Diese Arbeitsatmosphäre ist einfach inakzeptabel. Das ist wirklich so schrecklich, wenn man kein Beileid hat, besonders nachdem du sowas überlebt hast. Statt Aufmunterungen einfach so zickig sein... Boar! Ich bin hier auch einfach sprachlos.
      Also es bleibt nichts bessere, als einfach gehen.
      Ich würde einfach kündigen. Und je schnell, desto besser.
      Ich bin sicher, dass du viel bessere Stelle findest. Und egal, ob du Kinderwunschpläne hast oder nicht.
      Aber hier bleiben ist einfach unmöglich.
      Ich hoffe, dass du eine angenehme Stelle findest, wo alle Mitarbeiter respektvoll gegenüber dir sind.
      Und auf jeden Fall wünsche ich dir, dass du keine Probleme mit Schwangerschaft hast.
      Kündigen, die Situation los lassen und einfach mit hohem Kopf weiter gehen!




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      • #4
        Liebe Annely,

        auch ich möchte nich grußlos vorrüber gehen, kenne ich doch auch Deinen Schmerz.
        Auch meine erste Schwangerschaft endete in der 10. SSW, gefühlt also so kurz vor der angebliche Sicherheit der 12. SSW. Und auch ich war nach einer zügig erfolgten Kürretage ganz schnell nicht mehr schwanger und völlig überfordert.
        Es tut mir sehr leid, das Ihr Euer Baby verloren habt. Nehmt Euch Zeit für die Trauer und passt gut aufeinander auf.
        Redet, versucht achtsam mit Euch zu sein. Wie geht es Dir körperlich?

        Zu der Situation auf Deiner Arbeit muss ich mich meinen Vorrednerinnen anschliessen, ohne eine kluge Lösung zu haben.
        Das Letzte, was Du jetzt brauchst ist ein unempathisches und undankbares Umfeld. Wie auch immer die Umstände sind, die zu so einer Eskalation geführt haben- geh da weg. Das tut Dir nicht gut und so ein Arbeitsumfeld sollte man sich in keiner Lebenssituation antun.

        Klar ist es schwierig, bei bestehndem Kinderwunsch einen neuen Job zu suchen.
        Ich selbst habe es dreimal durch, dreimal Berufsverbot, und dann wieder im Job. War fürchterlich.
        Ich habe mir dann auch einen neuen Job gesucht- das war eine bewusste Zwischenlösung, weil es mir so schlecht ging, das ich sowieso nicht in der Lage wwar, echte "Karrierepläne" zu schmieden. ABer auf jeden FAll raus aus alten Siutationen und zu neuen Herausforderungen.
        Im neuen JOb war dann auch vieles suboptimal. aber man kann ja im Zweifel auch immer wieder weiter ziehen.

        Und letztlich: jede Frau im gebärfähigen Alter kann theoretisch jederzeit schwanger werden und ausfallen. Die meisten ARbeitgeber rechnen da ja nun auch mit. Also zerbreche Dir nicht deren Kopf. Wichtiger ist jetzt eine gute Selbstvorsorge.
        Ich stelle es mir grundsätzlich emotional schwer vor, nach einen solchen Verlust mit Kindern zu arbeiten. Wenn Du das noch nicht schaffst, versuche noch ein bißchen länger zuhause zu bleiben.

        Mein Arbeitsverhältnis zur Zeit meiner glücklosen Kinderwunschzeit war übrigens gegen Ende auch sehr angespannt. Nun, einige Jahre und zwei gesunde Kinder später bin ich trotzdem dorthin zurück gekehrt, weil bestimmt ARbeitsbedingungen dort für mich einfach trotzdem passen. Und es ist auch wieder ok. Ich denke aber, das der Abstand damals gut und sinnvoll war, für alle Beteiligten.

        Also, auch wenn es schwer fällt: weg da, nicht unterkriegen lassen, gut auf Dich aufpassen.

        Wenn Du Fragen hast oder sonstwie lieber privat schreiben willst, kannst Du mir auch gerne eine PN schicken.
        Alles LIebe u viel Kraft für Dich und Deinen Partner in den nächsten Wochen.

        K

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        • #5
          In letzter Zeit, während der Mittagspause am Arbeitsplatz, denke ich, dass ich anfangen werde, nach einem neuen Job zu suchen. Genauer gesagt, ich mache das schon, aber die Optionen auf dem Markt sind eine riesige Menge, die normalerweise für Geld bezahlt wird und alles in diesem Sinne, es lohnt sich, auf die Website von Jooble zu gehen und das Sortiment zu betrachten. Mein Problem ist in letzter Zeit, dass ich nicht wirklich weiß, für wen ich arbeiten möchte... Aber der vorherige Arbeitsplatz ist mir ziemlich langweilig. Ich entschuldige mich im Voraus, dass nicht zum Thema.

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          • #6
            Es tut mir sehr leid für Ihre Situation. An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall nach einem neuen Job suchen, denn in deinem jetzigen kannst du nicht bleiben. Es wäre schön, die Umgebung komplett zu verändern und zu versuchen, sich abzulenken. Haben Sie schon einmal daran gedacht, in ein anderes Land zu fliegen? Wenn Sie interessiert sind, kann ich preply mit großartigen Lehrern empfehlen, damit Sie schneller eine neue Sprache lernen können, als mit mobilen Apps wie duolingo und babbel.

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